Ethik-Test Ölkonzerne: OMV Stakeholder Dialog

Botschaft verstanden

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Konsument 9/2006 veröffentlicht: 22.08.2006, aktualisiert: 04.09.2006

Inhalt

Manche Organisationen und Firmen reagieren mit wüsten Vorwürfen auf unsere Ethik-Tests. Die OMV geht mit gutem Beispiel voran und will über vorhandene Probleme diskutieren.

Heftige Vorwürfe als Reaktion

Wie reagiert die Wirtschaft auf Ethik-Tests in „Konsument“? Sie wittert einen Skandal und wirft uns mangelnde Kompetenz vor, wie zuletzt bei den Themen Tomatenproduktion („Konsument“ 7/2006) und auch Pharmakonzerne (4/2006) geschehen.

Es geht auch anders

Oder sie sucht den Dialog mit uns und überlegt, was sie in Zukunft besser machen könnte. So hat die OMV reagiert, nachdem sie sich in unserem Ethik-Test Ölkonzerne im Dezember 2005 ein „wenig ambitioniertes“ Verhalten vorwerfen lassen musste.

„Stakeholder-Dialog“

Am 28. Juni dieses Jahres hat die OMV zu einem „Stakeholder-Dialog“ geladen, an dem über 50 Personen aus Politik, Wirtschaft, Menschenrechts- und Umweltorganisationen teilnahmen. Vertreten war neben Amnesty International, Greenpeace, der Caritas und dem Ökologie-Institut auch der Verein für Konsumenteninformation (VKI). Ziel der Veranstaltung war es, die Erwartungen dieser neudeutsch als „Stakeholder“ bezeichneten Organisationen kennen zu lernen und mögliche Konsequenzen zu erörtern.

Jährliches Event

Einer der Kritikpunkte war die fehlende Transparenz, über ökologische und soziale Aspekte der OMV-Aktivitäten würde zu wenig nach außen dringen. Der OMV-Vorstand hat „die Botschaft verstanden“. Der Stakeholder-Dialog soll nun jährlich stattfinden, „um zu überprüfen, ob die OMV am richtigen Weg ist“ ( www.omv.com ).

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Bild: VKI