Ethische Geldanlage

Leserbrief - Umweltfreundlich investieren

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Konsument 12/2001 veröffentlicht: 01.12.2001

Inhalt

Ethische Kriterien haben bisher gefehlt. Eine Antwort auf den Leserbrief „Pseudoreligiös“ von Herrn Prof. Klaus Duftschmid aus Graz:

Konsument 9/2001:
Leserbriefe – Ethische Geldanlage

Die Einführung von ethischen Kriterien bei der Beurteilung von Waren oder Dienstleistungen durch „Konsument“ kann ich nur begrüßen und hat mir bis jetzt gefehlt. Das gibt mir die Möglichkeit, meine Kaufentscheidungen als kritischer Konsument noch gezielter zu treffen. Gerade die Geldgier oder Blauäugigkeit vieler Anleger führt dazu, dass viele Arbeitsplätze in an sich gesunden Firmen wegen zu geringer Dividenden für die Aktionäre vernichtet oder in Billiglohnländer verlagert werden. Man kann sein Geld sehr wohl in Firmen investieren, welche umweltfreundliche Produkte erzeugen, in denen möglicherweise auch gute Arbeitsbedingungen für die Angestellten herrschen, und trotzdem wirtschaftlich davon profitieren. Das muss kein Widerspruch sein, sofern einem diese Kriterien gleich wichtig sind. Atomkraftwerke gehören mit Sicherheit nicht dazu. Abgesehen von den zahlreichen Stör- und Unfällen mit mehr oder weniger krassen Folgen, egal ob westlicher oder östlicher Bauart, den gesundheitlichen Schäden für die Bevölkerung in der Umgebung von AKWs etc., wird wohl auch Herr Prof. Duftschmid keine Lösung für die notwendige, sehr langfristige Lagerung des Atommülls gefunden haben. Dieses Problem wird sich wohl durch den Erfindergeist der Techniker eines Tages von selbst lösen. Und wenn nicht? – Pech gehabt, wo gehobelt wird, fallen eben Späne.

Heinz Biladt - Internet

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