EU-Erweiterung

Neue Freiheit, alte Schranken

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Konsument 5/2004 veröffentlicht: 21.04.2004, aktualisiert: 27.04.2004

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Der 1. Mai 2004 ist ein Festtag für die Europäische Union. Zehn neue Mitglieder dürfen begrüßt werden. Für Konsumenten ändert sich auf den ersten Blick nicht allzu viel.

"Drüben" billig einkaufen

Wir Österreicher haben unsere östlichen Nachbarländer längst als preiswerte Einkaufsalternative lieb gewonnen. Wahrscheinlich wird das Interesse an den neuen Partnerländern jetzt noch steigen, aber die Erleichterungen für den Einkauf im Osten bleiben – vorläufig – beschränkt. Denn die Neuen behalten fürs Erste ihre bestehende Währung.

Bis sie in die Euro-Zone aufgenommen werden, müssen sie noch einige Jahre die Konvergenzkriterien erfüllen. Man rechnet, dass frühestens zu Beginn des Jahres 2007 die ersten der neuen Mitgliedstaaten den Euro einführen werden.

Grenzbalken bleiben

Mindestens ebenso lang wird es dauern, bis die Grenzbalken fallen. Die Beitrittsländer müssen erst die Auflagen der Schengen-Konvention erfüllen: Eine lückenlose Kontrolle der Außengrenzen der EU nach Osten hin muss gewährleistet sein. Erst dann werden alle EU-Bürger die Grenzen nach Slowenien, Ungarn oder Tschechien ungehindert passieren können.

Kein Visum

Neu ist lediglich, dass man auch für einen längeren Aufenthalt (mehr als 90 Tage) kein Visum mehr benötigt. Und neben einem Reisepass darf man die Beitrittsländer jetzt auch mit Personalausweis besuchen. Beide müssen gültig sein – ausgenommen die drei Staaten Ungarn, Slowenien und Malta, für die auch ein (maximal fünf Jahre) abgelaufener Reisepass genügt.

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