Euro

Den Preissündern auf der Spur

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Konsument 10/2001 veröffentlicht: 01.10.2001

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Der Euro bewegt die Nation: In den letzten Wochen sind unzählige Leserbriefe und Telefonate bei uns eingelangt, die über ungerechtfertigte Preiserhöhungen im Vorfeld der Währungsumstellung berichten. Wir bringen hier einen repräsentativen Querschnitt.

Kann das noch Zufall sein?

Mir fallen in letzter Zeit immer mehr Preiserhöhungen im Lebensmittelhandel auf, die, wenn sie durch 13,7603 dividiert werden, sehr einfach „abzurundende“ Beträge ergeben (zB von 18,90 Schilling auf 24,90; dieser Betrag könnte in der Folge auf 1,79 Euro abgerundet werden). Kann so etwas Zufall sein und falls nicht, sind dieses Preiserhöhungen so kurz vor der Einführung des Euro eigentlich noch gesetzeskonform?

Stefan Waltl
Internet

SPAR: abrunden oder aufrunden?

In einer Postwurfsendung von SPAR wird doppelseitig die „Abrundungsgarantie“ – Weglassung der 3. Kommastelle – angepriesen! Als Beispiel: Statt 10 Schilling zahle man ab 1. 1. 2002 nur 9,91 Schilling (was 0,72 Euro entspricht). Aber: Es gibt gar keine 10-Schilling-Preise, sondern 9,90-Preise. Im selbigen Prospekt werden sieben(!) 9,90-Preise angepriesen, aber kein einziger 10-Schilling-Preis, was somit Beweis genug ist. Wenn aber ein 9,90-Preis auf 0,72 Euro umgerechnet wird, liegt eine Preiserhöhung vor, nämlich auf 9,91 Schilling. Eine Verbilligung wäre bei einem Euro-Preis von 0,71 gegeben (entspricht 9,77 Schilling). Bin mir sicher, diese wird es nicht geben.

Ing. Herbert Beclin
Velden

Die SPAR-Verbraucherberatung hat darauf wie folgt reagiert:
Die Abrundung gilt selbstverständlich auch bei einem Produktpreis von 9,90 Schilling. Mit Jahreswechsel 2001/2002 zahlen Sie für ein solches Produkt effektiv nur mehr 9,77 Schilling.

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