Fairtrade

Neue Herausforderungen

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KONSUMENT 11/2014 veröffentlicht: 23.10.2014

Inhalt

"In letzter Zeit hört man immer öfter von Missständen in Fairtrade-Betrieben. Kann man das Fairtrade-Siegel noch guten Gewissens empfehlen?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Mag. Peter Blazek.

Peter Blazek (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Peter Blazek

Grundsätzlich müssen wir akzeptieren, dass kein System perfekt ist. Missstände treten überall auf. Daher ist es wichtig, dass die Fairtrade-zertifizierten Betriebe regelmäßig kontrolliert werden. Treten Unregelmäßigkeiten in einem Betrieb auf, wird mit ihm gemeinsam ein Plan ausgearbeitet, mit dem Ziel, die geforderten Standards – eventuell nach einer Übergangsfrist – wieder zu erfüllen. In schwerwiegenden Fällen können Betriebe auch dezertifiziert werden.

Stärken der Fairtrade-Bewegung

Die Stärken der Fairtrade-Bewegung liegen in der Unterstützung von Kleinbauern, sie sichert die Existenz Hunderttausender. Die Bedingungen für unselbstständig Beschäftigte in Bauerngenossenschaften sind dagegen nicht immer die besten, das gilt besonders für Wanderarbeiter, die nur kurzfristig dort arbeiten.

An Gütesiegeln orientieren

Das ist auch der Fairtrade-Organisation bewusst; derzeit wird daran gearbeitet, die Fairtrade-Standards dahingehend zu verbessern, dass Beschäftigte existenzsichernde Löhne bekommen und mehr Mitsprachemöglichkeiten in der Kooperative erhalten. Trotz vieler Probleme sollten sich Konsumenten an Gütesiegeln wie Fairtrade orientieren. Denn nur sie garantieren eine regelmäßige unabhängige Kontrolle.


Hier finden Sie mehr unserer Tipps nonstop.

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