Flugreise mit flyniki: Zuschlag für Übergepäck

Kleinlich bei Kindern

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Konsument 1/2007 veröffentlicht: 12.12.2006, aktualisiert: 29.12.2006

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"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten - in diesem Fall geht es um Zuschläge bei Übergepäck.

Übergepäck aufgrund von Kinderwindeln

Zum dreiwöchigen Urlaub nach Antalya flog Familie Bauer aus Wien mit flyniki . Da der Junior noch Windeln brauchte, nahm man einen größeren Vorrat mit. Die böse Überraschung kam beim Einchecken. Zu viel Gepäck! Bauers mussten 60 Euro Zuschlag berappen. Dazu meinte Ing. Christian Bauer in seinem Schreiben an die Fluglinie: „Rechtlich ist diese kleinliche Vorgangsweise zweifelsohne gedeckt, menschlich empfinde ich das aber als reine Schikane und Abzocke! Ich frage mich, wozu flyniki Millionen ausgibt, um sich ein kinderfreundliches Image zu verpassen, wenn dann in der Praxis eine dermaßen familienfeindliche Linie gefahren wird.“

Bei Sportgepäck großzügiger

Was den Familienvater besonders magerlt: Bei Sportgepäck ist flyniki großzügiger. Bis zu 30 Kilogramm Ausrüstung darf man zusätzlich zum normalen Gepäck kostenlos mitnehmen. Aufgrund der Beschwerde erhielt die Familie immerhin einen Verrechnungsscheck über 25 Euro zugeschickt. Auch uns gegenüber berief sich die Airline auf ihre Richtlinien: „Das Freigepäck beträgt 20 Kilogramm pro Person. Toleranz ist von Fall zu Fall möglich. Familie Bauer hatte 19 Kilo Übergepäck. Die Kollegin am Schalter musste daher diesen Zuschlag verrechnen.“ Nun gibt es sicher mehr Familien mit Kleinkindern als beispielsweise Taucher oder Golfer. Das könnte erklären, warum flyniki bei Windeln nicht so kulant vorgeht wie bei der Sportausrüstung.

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Bild: VKI