Gewährleistung, Garantie, Reklamation

Wenn´s Ärger gibt

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Konsument 3/2007 veröffentlicht: 19.02.2007, aktualisiert: 20.03.2007

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Reklamieren, aber richtig! Häufig auftauchende Fragen zum Thema Gewährleistung und Garantie.

Gewährleistung und Garantie – wo liegt der Unterschied?

Beides sind Möglichkeiten, wie Konsumenten den Anspruch auf mängelfreie Waren oder Leistungen durchsetzen können. Die Gewährleistung ist ein gesetzlich festgelegtes Recht. Ansprechpartner für eine Reklamation im Rahmen der Gewährleistung ist der Händler, bei dem man die Ware gekauft hat. Der Gesetzgeber sieht mehrere Instrumente vor: Verbesserung (Reparatur), Austausch (neues Gerät), Preisminderung und Wandlung (man gibt die mangelhafte Ware zurück und erhält das Geld retour).

Die Garantie stellt eine freiwillige Zusage – meist des Herstellers – dar. Für Garantieleistungen gibt es keine Vorschriften, sie können frei gestaltet werden. Dadurch ist es möglich, dass sie deutlich weniger umfassen als das Gewährleistungsrecht. 

Kann die Gewährleistung eingeschränkt werden?

Nur in bestimmten Ausnahmefällen: Einer ist der Verkauf von privat an privat. Dies muss allerdings im Kaufvertrag vermerkt werden. Weiters kann bei gebrauchten Waren vereinbart werden, dass die Gewährleistungsfrist nur ein Jahr beträgt. Bei einem Kraftfahrzeug muss allerdings seit der ersten Zulassung mehr als ein Jahr vergangen sein. Die Gewährleistung greift auch nicht bei Schäden infolge der natürlichen Abnützung. Diese benutzen Unternehmen aber manchmal als Ausrede und lehnen mit dieser Begründung beispielsweise die Gewährleistung bei einem Akku ab, der schon nach drei Monaten defekt ist. Hier muss man hartnäckig bleiben und darf sich nicht abwimmeln lassen.

Brauche ich den Kassazettel, wenn ich die Gewährleistung geltend mache?

Ja, denn Sie müssen beweisen, dass Sie die Ware im betreffenden Geschäft gekauft haben. Der Händler könnte Ihre Reklamation sonst ablehnen. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten für den Nachweis wie Zeugenaussagen oder die Kreditkartenabrechnung.

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Bild: VKI