GSL-Paketdienst: abgespeist

Von Pontius zu Pilatus

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 20.12.2010

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"Die Zitrone": Bei einer Reklamation nach einer chaotischen Zustellung bot GLS einem verärgerten Kunden nichts außer schönen Worten.

Herr E. sollte ein Paket bekommen, fand im Briefkasten aber nur eine Verständigung über einen erfolglosen Zustellversuch. Die Adresse für die Abholung war unleserlich. Herr E. fragte nach und erhielt zwar den Namen eines Geschäfts, nicht aber dessen Adresse. Die bekam er erst im dritten Anlauf per E-Mail. Seine Nachfragen per SMS und Internet-Service gingen in Leere. Frohen Muts eilte Herr E. schließlich zum Geschäft – siehe da, es war um 10 Uhr vormittags geschlossen.

Laufereien und erhöhte Telefonspesen

Mittlerweile ziemlich verärgert, rief Herr E. die kostenpflichtige Hotline (0,88 Euro/ Minute) von GLS an: "Eigentlich müsste das Geschäft offen haben", wurde ihm beschieden. Und: "Nein, ich kann Ihnen nicht sagen, wo Ihr Paket ist." Später war das Geschäft dann offen und Herr E. hielt endlich sein Paket in Händen. Da fragte er sich und uns, wie er dazu kommt, wegen der Schlamperei bei GLS Laufereien und erhöhte Telefonspesen auf sich nehmen zu müssen. Diese Frage leiteten wir an den Paketdienst weiter.

Schaumschlägerei statt Entschädigung

Die Antwort umfasst zwar eine ganze Seite, enthält aber außer Bedauern und Entschuldigungen nichts Substanzielles. Irrtümlich wurde anfangs ein falscher Code eingegeben, deshalb fehlte die Adresse des Paketshops im System. Und der Shopbetreiber hatte leider einen dringenden Termin und daher ausnahmsweise erst später geöffnet. "Eine Information wie die von Herrn E. ist für uns sehr wichtig. Wir nehmen diese dankbar auf, denn so können wir unsere Abläufe verbessern." Kurz: Schaumschlägerei statt Entschädigung für die Unbill.

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