Hotelbewertungsportale

Was nicht im Katalog steht

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 17.03.2010, aktualisiert: 24.03.2010

Inhalt

  • "Holidaycheck" ist Testsieger: viele Bewertungen, guter Filter
  • "Tripadvisor": großes Angebot, anfälliger für Manipulationen
  • "Hotelkritiken": begrenzte Auswahl an Hotels, sortiert aber gut aus

"Hotel hat maximal zwei Sterne verdient ... Zimmer hat muffig gerochen, Spray hilft nur für Minuten, Hygiene im gesamten ­Hotel insbesondere im Küchenbereich Speisesaal nicht vorhanden ..."

"Super modernes Hotel ... Dieses Hotel ist das Beste, was wir bis jetzt in Hurghada gebucht haben. 3 Sterne sind eigentlich einer zu wenig."

Eigenlob stinkt

Zwei Kommentare aus dem Jahr 2009 für ein und dasselbe Hotel. Wie das? Nun, Meinungen sind vielfältig, unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche von Urlaubern lassen die Beurteilungen schon grundsätzlich auseinanderklaffen. Der wirkliche Knackpunkt für den interessierten potenziellen Gast ist indes, ob die Wortspenden und ­vergebenen Noten von echten Urlaubern stammen oder (zuguns­ten des Hotels) bloß erfunden wurden.

Unter diesem Aspekt überprüfte die Stiftung Warentest Anfang dieses Jahres verschie­dene Hotelbewertungsportale. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: Kein einziges der Hotelbewertungsportale schnitt mit "Sehr gut" ab, nur einer von insgesamt 13 Testkandidaten (darunter auch einige Buchungsplattformen) konnte ein "Gut" erreichen.

Sicher vor Manipulation?

Kritiken im Internet sind anfällig für Manipulationen. Um herauszufinden, was An­bieter tun, um Missbrauch einzudämmen, wurden von den Testern auf jeder geprüften Site fingierte Bewertungen abgegeben, die an sich leicht zu erkennen gewesen ­wären: So wurden etwa völlig falsche An­gaben zur Lage des Hotels gemacht oder überhaupt unsinnige Buchstabenfolgen hinterlassen.

Bewertung

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Bild: VKI