Internet: Gratis, aber nicht kostenlos

Dubiose Geschäfte

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Konsument 7/2006 veröffentlicht: 21.06.2006, aktualisiert: 28.06.2006

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Massenweise offerieren Firmen im Internet Gratisproben und Gutscheine. Kostenlos sind diese Angebote aber nicht.

Monatliche Gebühren

Hin und wieder verteilen Unternehmen Gratisproben ihrer Waren. So kamen findige Köpfe auf die Idee, daraus ein Geschäft zu machen: Sie durchforsten das Internet nach Warenmustern oder Gutscheinen, ordern diese in größerer Stückzahl und verteilen sie an Interessenten. Dafür kassieren sie eine monatliche Gebühr. Diese Geschäftsidee klingt in der Theorie bestechend.

Versprechen werden nicht gehalten

Doch in der Praxis häufen sich die Beschwerden bei unserem Europäischen Verbraucherzentrum. Viele Konsumenten glauben den Versprechungen „Gratisproben im Wert von mindestens 400 Euro“ oder ähnlich, die per Massen-E-Mail verschickt werden. Sie lassen sich bei diesen Internet-Firmen registrieren und hoffen auf die versprochenen Produktproben oder Gutscheine. Doch die treffen gar nicht oder nur in geringer Zahl ein.

Geschäftsbedingungen unbedingt studieren

Kassieren tun die Firmen aber trotzdem, und zwar nicht wenig: Monatlich sind zwischen 7 und 9 Euro zu zahlen, der Vertrag läuft mindestens ein Jahr. Das heißt: Möglicherweise bezahlt man gutgläubig an die 100 Euro, ohne dass man eine entsprechende Gegenleistung erhält.

In ihren Geschäftsbedingungen behalten sich diese Firmen vor, Proben beziehungsweise Gutscheine nicht zu liefern, falls gerade keine erhältlich sind. Einige Unternehmen, etwa probenbutler.de, probenzauber.de oder bodeo.de, agieren derart dreist, dass wir bereits die Staatsanwaltschaft eingeschaltet haben.

 

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Bild: VKI