Internetbetrug

Das Auto gibt’s nicht

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veröffentlicht: 17.11.2011

Inhalt

Auf Internet-Autoplattformen bieten Gauner nicht existierende Autos an. Die Namen der vermeintlichen Verkäufer sind allerdings echt.

„Ich war total überrascht“ schrieb uns „Konsument“- Friedrich M. Am Handy hatte er einen Anruf erhalten. Der Unbekannte hatte ihn mit seinem Namen angesprochen und gefragt, ob der BMW noch zu verkaufen sei. Nun hat Herr Friedrich in seinem Leben noch keinen BMW besessen, geschweige denn verkaufen wollen. „Wie kommen Sie da drauf?“, fragte er. Der Anrufer nannte eine deutsche Internet-Autobörse. Tatsächlich stand auf dieser Seite ein Inserat, das einen BMW 320 anpries - mit Herrn M.s Namen und Handynummer, aber einer anderen E-Mail-Adresse.

Sofort kontaktierte unser geschockter Leser die Betreiber der Internetplattform. Dort war diese Art von Betrug bereits bekannt: Die Gauner suchen in öffentlich zugänglichen Telefonverzeichnissen nach Namen und Nummern und stellen dann ein Inserat mit diesen Daten auf Auto-Onlinebörsen. Aber mit einer anderen E-Mail-Adresse. Meldet sich dann dort ein Interessent, verlangt der „Verkäufer“ eine Anzahlung, die per Western Union oder einen anderen Bargeldtransport geschickt werden soll. Dieses Geld ist dann weg.

Sofort handeln

Die Betreiber der Auto-Verkaufsplattform nahmen Herrn M.s Inserat umgehend vom Netz.
Nachträglich wurde es ihm mulmig: Und was, wenn jemand an die E-Mail-Adresse Geld geschickt hätte und ihn nun zur Rechenschaft ziehen wolle? Da dieser Betrug zumindest bei deutschen Auto-Internetseiten schon bekannt ist, sollte es nicht schwerfallen, die Sache richtig zu stellen. Wer wie unser Leser mit einem Inserat konfrontiert wird, das nicht von ihm geschaltet wurde, sollte auch Anzeige bei der Polizei erstatten.

Wer sich auf ein solches gefälschtes Inserat meldet und aufgefordert wird, Geld per Bargeldtransport zu schicken,  soll auf den Kauf verzichten und ebenfalls Anzeige erstatten. Leider ist der Bargeldtransport ein beliebtes Vehikel für Gauner geworden. Die Bargeldtransportfirma Western Union warnt eindringlich davor, Bargeld an Personen zu schicken, die man nicht persönlich kennt. Auf den meisten Internet-Autoplattformen findet man auch Informationen über Betrugsversuche und wie man sich davor schützt. Und im Zweifelsfall sollte man beim Betreiber der Webseite nachfragen.

 

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Kommentare

  • Betrugs(-versuch) mit Autogewinn!
    von buwe am 24.11.2011 um 15:53
    Ich glaube, es ist eh schon eine alte Masche: tel. Info: "Sie haben ein neues Auto (zB einen VW Passat, Wert Euro 46.000,-) gewonnen", Ziehung war in Istanbul aus steuerlichen Gründen, Überweisung der Transportkosten iHv ca. Euro 600,- per Western Union in die Türkei an den "Spediteur", dann Lieferung!! Läuft noch immer - Finger weg!
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