Jeans im Qualitätstest

Außenseiter am ersten Platz, Nobelmarken abgeschlagen

Seite 1 von 9

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 2/2002 veröffentlicht: 01.02.2002

Inhalt

  • 16 dunkelblaue Jeans im Vergleich
  • Nur wenige Hersteller übernehmen Verantwortung
  • Konsumenten können Druck machen

Am 8. August 2001 sterben in der Maico-Fabrik in Bangladesh, die bei C&A unter Vertrag steht, 24 Menschen, 100 werden verletzt. Bei einem irrtümlichen Feueralarm entsteht Unruhe unter den Beschäftigten. Das Wachpersonal vermutet einen Aufstand und versperrt die Ausgänge, damit niemand entkommen kann. In der Panik werden viele zu Tode getrampelt...

Wettbewerbsdruck in Niedrigstlohnländern

In den tausenden und abertausenden Zulieferbetrieben der Hersteller von Jeans und anderen Kleidungsstücken herrschen unbeschreibliche Zustände. Die Markenkonzerne haben die Produktion längst in Niedrigstlohnländer ausgelagert. Kaum einer macht sich die Mühe, dort eigene Werke zu unterhalten, sondern es werden lokale Fabriken unter Vertrag genommen, diese wiederum vergeben häufig Aufträge an Sublieferanten. Die heruntergekommenen Produktionsstätten stehen unter einem enormen weltweiten Wettbewerbsdruck. Gerade 13 bis 30 US-Cent (das sind 2 bis 4,60 Schilling/0,15 bis 0,33 Euro) pro Stunde verdienten Frauen 1998 in der You Li Fashion Factory in China, einem Sublieferanten von Esprit.

Unser Ethik-Projekt

Es ist eine zutiefst unmenschliche Spirale nach unten, der die Welt (von einigen engagierten Initiativen abgesehen) tatenlos zusieht. Unser Ethik-Projekt zielt nicht zuletzt darauf ab, diesen Trend zur Lohnkostenminimierung umzukehren und einen positiven Wettbewerb zu fördern.

KONSUMENT-Probe-Abo