Klein- und Großpackungen

Teurer statt billiger

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KONSUMENT 4/2014 veröffentlicht: 25.03.2014

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Nicht immer kommt eine Großpackung billiger. Vor allem bei Süßigkeiten wird es häufig teurer, je mehr man davon einkauft.

Über Jahrzehnte ist es uns mit jedem Werbeprospekt eingetrichtert worden: Wer mehr nimmt, spart. Doch schon in der Vergangenheit haben Erhebungen gezeigt, dass in 10 bis 15 Prozent der Fälle die Konsumenten draufzahlen, wenn sie zur größeren Packung greifen. Höchste Zeit also für einen neuer­lichen Preisvergleich.

Interspar, Merkur, Billa, Zielpunkt

Wir gingen zu Interspar, Merkur, Billa sowie Zielpunkt und suchten nach regulär ange­botenen Produkten (keine Aktionen!), die sowohl in Klein- wie auch in Großpackungen verkauft werden. Bei der Auswertung der erhobenen Preise staunten wir nicht schlecht. Die Übersicht auf dieser Doppel­seite zeigt Ihnen die zum Teil dramatischen Unterschiede.

Vorsicht, Falle!

Vor allem bei Süßigkeiten heißt es aufpassen. Ein Klassiker sind hier die Merci Schokoriegel von Storck. Egal wo wir einkauften: Die 250-Gramm-Packung war immer billiger zu haben als jene mit wesentlich mehr Inhalt. Umgerechnet auf den Kilopreis kosten Merci im Kleinformat um fast 6 Euro weniger als in der X-large-Version.

Preiskalkulation bei Kelly‘s Chips

Erstaunlich auch die Preiskalkulation bei Kelly‘s Chips. Hier findet sich kaum ein ­Unterschied zwischen der 175- und der 275-Gramm-Packung. Für den großen Party­spaß würde man sich allerdings einen deut­lichen Preisnachlass (statt eines kleinen Aufschlags) erwarten. Ebenfalls interessant: Im Gegensatz zu Merkur war ausgerechnet bei Billa die Großpackung Chips um einiges güns­tiger. Auch andere Markenprodukte finden sich zu unterschiedlichen Preisen bei verschiedenen Anbietern.

Keine Anschauungssache

Für den Einkauf heißt das: Verlassen Sie sich nicht auf den Großpackungs-Schmäh – oder auf vermeintlich gleiche Packungsgrößen. Auch das ist uns schon untergekommen, dass in gleich großen Schachteln verschieden viel drin ist. Achten Sie stattdessen immer auf den Grundpreis, der auf den Regalschildern angegeben sein muss. Selbst wenn sich das manchmal als mühsam erweist, weil die Schrift klein und der Einkauf stressig ist. Wer nur auf den Produktpreis schaut, kauft sonst manchmal ganz schön teuer ein.

Auf den nächsten drei Seiten finden Sie die markantesten Preisunterschiede von ausgewählten Groß- und Kleinpackungen. Alle Details unserer Preiserhebungen finden Sie in der Tabelle.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Interspar: Kleinpackung, Interspar: Großpackung, Merkur: Kleinpackung, Merkur: Großpackung, Billa: Kleinpackung, Billa: Großpackung, Zielpunkt: Kleinpackung, Zielpunkt: Großpackung

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3 Stimmen

Kommentare

  • Begrenzte Haltbarkeit verschärft das Problem
    von Mag Zirnig am 04.06.2016 um 17:32
    Es wurden hier haltbare Lebensmittel verglichen. Bei begrenzt haltbaren ist die Entwicklung noch unerquicklicher. Die kleinste Packungsgröße ist bei Wurst in den meisten Supermärkten 150g. Das ist für einen Single, der sich bewusst ernährt, schon zu viel. Wer will schon eine Woche oder länger immer dieselben Wurstsorte essen? Da ist der offene Wurstverkauf an der Theke die bessere Wahl. Bei Obst wird die Haltbarkeit durch ungünstige Transport- und Lagerbedingungen (unreife Ernte, Kühlung etc.) immer schlechter, eine 2,5 kg-Steige Obst in Aktion wird zum teuren Spaß, wenn ein Teil nach zwei, drei Tagen ungenießbar geworden ist.
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