Kompostierbare Verpackungen

Bio- bzw. Agrokunststoffe

Seite 1 von 1

KONSUMENT 5/2015 veröffentlicht: 23.04.2015

Inhalt

"Kann man die als kompostierbar bezeichneten "Bioplastik"- Verpackungen tatsächlich in die Biomülltonne bzw. den Hauskompost geben? Ich habe gehört, dass die Abfallentsorger diese ohnehin wieder aussortieren." – In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier DI Oswald Streif.

Oswald Streif (Bild: U. Romstorfer/VKI)
DI Oswald
Streif

 

Nach Rücksprache mit der Umweltberatung ( www.umweltberatung.at ) lässt sich Folgendes sagen: Bei den sogenannten Bio- oder Agrokunststoffen muss man zunächst klären, ob sie tatsächlich kompostierbar sind.

Stilisierter Keimling mit dem Zusatz kompostierbar

Der derzeit zuverlässigste Hinweis ist die Kennzeichnung mit dem stilisierten Keimling und dem Zusatz kompostierbar/compostable ( http://en.european-bioplastics.org/press/press-pictures/labelling-logos-charts/ ). Diese Produkte können auch im Hausgarten kompostiert werden.

Keine österreichweit gültigen Richtlinien

Bei den Abfallentsorgern gibt es keine österreichweit gültigen Richtlinien. In Wien z.B. werden Störstoffe im Biomüll automatisch ausgesondert. Die Anlage kann nicht zwischen konventionellen und biogenen Folien unterscheiden. Deshalb wird generell geraten, diese in den Restmüll zu geben.

Auch beim Gelben Sack gibt es regionale Unterschiede. Grundsätzlich gilt aber, dass nur Kunststoffe mit gleicher chemischer Zusammensetzung gemeinsam stofflich verwertet werden können. Deshalb werden Biokunststoffe auch hier in der Regel aussortiert.


Hier finden Sie mehr unserer Tipps nonstop.

Kommentare

KONSUMENT-Probe-Abo