Lebensmittel-Gütezeichen

Wegweiser zur Qualität

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Konsument 5/2004 veröffentlicht: 26.04.2004

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Eine Fülle an Zeichen, Siegeln und Marken verspricht uns Konsumenten besondere Qualität bei Lebensmitteln. Was das Besondere ist, bleibt aber oft unklar.

Mit Begriffen wie „natürlich“, „rein“, „kontrolliert“, „ehrlich“ oder idyllischen Fotos werden auch Vorstellungen geweckt, die mit der Realität nichts zu tun haben. Wir geben Ihnen den Überblick. 

Österreichische Herkunft

Das Gütesiegel der Agrar Markt Austria, AMA, tragen jene Lebensmittel, deren Rohstoffe zur Gänze aus Österreich stammen. Lediglich Rohstoffe, die nicht in Österreich gewonnen werden können, dürfen bis zu einem Drittel zugesetzt werden.  AMA-Gütezeichen neu: Nur wenn Austria draufsteht, ist Österreich drin Im Bereich der Fleischerzeugung sind Antibiotika als Futterzusatz sowie vorbeugend verboten, für medizinische Zwecke dürfen sie jedoch eingesetzt werden. Die Fütterung von Tiermehl, Fischmehl oder Speiseresten ist untersagt.

Beim Pflanzenbau gibt es eigene Richtlinien, die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln einschränken (integrierter Anbau), bei verarbeiteten Produkten liegen die Anforderungen bezüglich Hygiene oder Qualitätsparameter meist über dem gesetzlichen vorgeschriebenen Mindestausmaß.

Integrierter Anbau

Integriert: Mischung aus biologisch und konventionell Auf Obst und Gemüse ist oft der Hinweis „aus integriertem Anbau“ zu finden. In welchem Ausmaß Pflanzenschutzmittel durch auch im biologischen Anbau erlaubte Alternativen ersetzt werden müssen, ist aber gesetzlich nicht geregelt.

Meist werden Fraßschädlinge durch Gegenspieler aus der Natur, so genannte Nützlinge, in Schach gehalten. Bei der weitaus schwierigeren Bekämpfung von Pilzen oder Viruserkrankungen hört sich die Naturnähe jedoch meist auf. 

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Bild: VKI