Libu-Zet

Zeitschriftenabo ohne Bestellung

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KONSUMENT 4/2015 veröffentlicht: 26.03.2015, aktualisiert: 28.05.2015

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"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um die Firma Libu-Zet, die mit Keilermethoden Zeitschriftenabos an den Mann bringt.

Wenn man im Internet nach der Linzer Firma Libu-Zet sucht, erhält man sehr aufschlussreiche Treffer. Um es gleich vorwegzunehmen: Libu-Zet verkauft Zeitschriftenabos, die mit dubiosen Keilermethoden an die an der Haustür überrumpelte Kundschaft gebracht werden.

Ältere Personen im Visier

Besonders gerne versucht man es offenbar bei älteren Personen. Die gesetzlichen Bestimmungen zu solchen Haustürgeschäften, wie etwa die Aufklärungspflicht über das Rücktrittsrecht, scheinen Libu-Zet durchaus bekannt zu sein, werden aber den Schilderungen zufolge trickreich umgangen respektive ignoriert.

Nun soll uns aber niemand vorwerfen können, hier irgendwelche unbelegten Behauptungen aus dem Internet zusammengetragen zu haben, weshalb wir uns auf den Fall einer unserer Leserinnen konzentrieren.

Auftragsbestätigung ohne Bestellung

Frau Dvorak hatte die zweifelhafte Freude, dass eines Tages einer der erwähnten Keiler vor ihrer Haustür stand und hartnäckig versuchte, ihr ein Abo einzureden. Endlich zog er unverrichteter Dinge ab. Ein paar Wochen später trudelte trotzdem eine Auftragsbestätigung über ein Jahresabo einer Zeitschrift samt beiliegender Zahlungsaufforderung bei Frau Dvorak ein.

Mehrmals versuchte sie, die Sache telefonisch mit Libu-Zet zu klären, wobei sie stets unfreundlich behandelt wurde und man auf einen angeblich von ihr unterschriebenen Bestellschein verwies. Erst als sie mithilfe ihrer Tochter schriftlich bei Libu-Zet urgierte, wurde ihr besagter Bestellschein zugeschickt.

Falsche Handschrift auf dem Bestellschein

Er trug tatsächlich eine Unterschrift mit ihrem Namen – aber die Handschrift war ihrer eigenen nicht einmal annähernd ähnlich! Zusammen mit einer Schriftprobe ging der Bestellschein wieder zurück an Libu-Zet, wo man auf einmal dazu bereit war, den – ohnehin nie zustande gekommenen – Vertrag zu stornieren.

Forderungen statt Entschuldigung

Erklärung oder vielleicht sogar Entschuldigung gab es freilich keine. Im Gegenteil, Libu-Zet forderte Frau Dvorak dazu auf, die bis dahin zugesandten Exemplare der Zeitschrift zu bezahlen oder zu retournieren!

Gründe genug also, Libu-Zet für immer hinter dem Vorhang verschwinden zu lassen. Obwohl – einen gäbe es noch: Das Jahresabo für die betreffende Zeitschrift kostet bei der Konkurrenz um rund 80 Euro weniger.

 

Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert.

 

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