Lidl: Höhere Preise in Österreich

Ösi-Aufschlag

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Konsument 9/2007 veröffentlicht: 27.08.2007

Inhalt

Viele Produkte sind in Deutschland billiger als in Österreich – oft beim gleichen Unternehmen. Begründung erfuhren wir von der Firma Lidl aber keine.

Tiroler kauft in Deutschland

Herr R.,  einer unserer Tiroler Leser, kauft öfter bei der Firma Lidl ein. Und zwar sowohl im deutschen Kiefersfelden als auch im österreichischen Kufstein. Die beiden Orte liegen nur ein paar Kilometer auseinander. Mehrmals fielen Herrn R. erhebliche Unterschiede zwischen den Lidl-Preisen der österreichischen und der deutschen Filiale auf. Eine Packung eines Nahrungsergänzungsmittels (Matthäus Vital-Complete mit Lutein) kostete beispielsweise bei Lidl in Kiefersfelden 3,59 Euro, in der Kufsteiner Lidl-Filiale aber 6,99 Euro – also fast das Doppelte.

20 Euro bzw. 40 Prozent teurer

Und der gleiche DVD-Player kostete in Deutschland 49,90, in Österreich aber 69,90 Euro. Mit der Mehrwertsteuer ist diese Differenz nicht zu erklären. Die beträgt in Deutschland ja seit heuer 19 und in Österreich traditionell 20 Prozent. „So wie’s ausschaut, dürfte der für die Preisgestaltung Verantwortliche wohl einige Mathe-Stunden in der Schule versäumt haben“, lautete denn auch Herrn R.s Kommentar in seiner E-Mail an uns.

Stellungnahme verweigert  

Wir wollten diesem Hinweis nachgehen und baten die Firma Lidl um Stellungnahme. Schließlich erreichen uns öfter Hinweise von Konsumenten, dass ein Artikel in Deutschland billiger sei als in Österreich. Und da sind nicht nur wir, sondern auch unsere Leserinnen und Leser auf die Begründung gespannt. Leider aber hat das Unternehmen es nicht für nötig befunden, auf unsere Frage zu reagieren. So werden wir wohl nie erfahren, ob es neben den bei unseren Nachbarn beliebten „Ösi-Witzen“ auch eine Ösi-Abzocke gibt.

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Kommentare

  • Höhere Preis in Österreich
    von Weibold am 24.09.2015 um 15:15
    Das Beispiel "Lidl" liesse sich um viele andere Vergleiche aus unterschiedlichen Branchen ergänzen. So sind z.B. die Versandkosten von bei deutschen Firmen bestellten Waren für österreichische Adressaten oft um ein Vielfaches höher. Beides EU-Länder, freier Warenverkehr, keine zusätzlichen Abwicklungskosten, lediglich unwesentlich höhere MwST. und manchmal sogar kürzere Transportwege zum österreichischen Endkunden. Also vermutlich eine Goldgrube für die Spediteure und/oder Lieferanten. Wäre das nicht ein ergiebiges Thema für "KONSUMENT"?
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