OBI - Biber Bonus Card

Den Kunden schwimmen die Biberfelle davon

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KONSUMENT 5/2014 veröffentlicht: 24.04.2014

Inhalt

"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um OBI. Der Baumarkt ändert die "Kundenvorteile" der Biber Bonus Card.

Wenn man den Datenschutzaspekt mitberücksichtigt, dann sind Kundenkarten eine äußerst zweischneidige Sache. Auch kann man nie sicher sein, dass es das gleiche Produkt anderswo nicht doch günstiger gibt – und das sogar ohne Rückvergütung. Trotzdem haben sich wohl viele von uns in den vergangenen Jahren die eine oder andere Vorteils-, Bonus-, Rabatt-, Friends- oder Stammkundenkarte aufschwatzen lassen.

Mehr Bonuspunkte für mehr Jahresumsatz

Beim Autor dieser Zeilen war auch die Biber Bonus Card von OBI darunter, die bisher praktisch für jeden investierten Cent zumindest 2 Prozent Gutschrift einbrachte. Der Bonus von 1,96 Euro für das Gesamtjahr 2013 weist ihn zwar nicht gerade als Heimwerkerkönig aus, doch ist es – rein subjektiv betrachtet – immer ein erfreuliches Gefühl, wenn man an der Kassa einen Gutschein einlösen kann. Damit ist per 1. Mai allerdings Schluss, denn dann wird laut OBI alles noch besser, exklusiver und vorteilhafter. Das bedeutet am oberen Ende der Skala zwar 10 statt 5 Prozent Bonus (Mindestumsatz: 5.000 Euro/Jahr), doch am unteren Ende tut sich bis zu einem Jahresumsatz von 1.499,99 Euro zunächst einmal gar nichts.

Teuer erkaufte Vorteile

Ab 1.500 Euro gibt es dann 3 statt wie früher 5 Prozent Gutschrift. Das bedeutet in Zahlen: 45 statt 75 Euro. Die dreimonatige Geld-zurück-Garantie, der Leihtransporter zum halben Preis usw., die als zusätzliche Vorteile der Biber Bonus Card angepriesen werden, erscheinen unter diesem Aspekt teuer erkauft; und Kunden, die für heuer keine konkreten Pläne für die Wohnungs- oder Gartenumgestaltung haben, sehen ihre Biberfelle mit dem bisher gewohnten Bonus davonschwimmen.

Spiel mit verdeckten Karten nicht kundenfreundlich

Der Konkurrenzkampf der Baumärkte ist hart und die wirtschaftlich schwierige Lage der Branche bekannt. Warum also spielt man nicht mit offenen Karten, sondern verärgert die Kunden durch leicht durchschaubare Verschlechterungen, die unter dem fadenscheinigen Deckmantel des nun wehenden „frischen Windes“ verkauft werden?

 

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