Ölkonzerne im Ethiktest

Alles super?

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Konsument 12/2005 veröffentlicht: 11.11.2005

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  • Eine der schmutzigsten Branchen der Welt auf dem Prüfstand
  • Alle in Österreich aktiven Multis wurden bewertet
  • Welche Marke die wenigsten schwarzen Flecken hat

Schwarzes Gold, schwarzes Image

Schwarzes Gold“ wird das Erdöl genannt, und schwarz ist auch das Image dieser Branche. Kein anderer Industriezweig steht derart unter Beschuss wie die Ölmultis. Ihre Produkte sind Hauptverursacher des Treibhauseffekts. Schwefeldioxid und Stickoxide werden freigesetzt, die als saurer Regen die Umwelt vergiften. Flüchtige Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel gefährden Leben und Gesundheit von Millionen Menschen.

Lecke Tanker, undichte Pipelines

Lecke Öltanker und undichte Pipelines bedrohen das Ökosystem gerade in den besonders sensiblen Gebieten. Neue Ölquellen befinden sich vornehmlich in Ländern, in denen die Menschenrechte grob missachtet werden, die dortige Bevölkerung wird ihrer Existenzgrundlagen beraubt. Hinter zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen stecken die wirtschaftlichen Interessen der Ölkonzerne. Und nicht zuletzt profitieren die Konzerne vom rasant steigenden Ölpreis, der als eine der Hauptursachen für die lahmende Konjunktur in Europa angesehen wird.

Shell investiert in Alternativenergie

Angesichts der Fülle an Kritik fällt es schwer, Unterschiede festzustellen. Sind alle Akteure in diesem Spiel um Macht und Geld gleichermaßen zu verurteilen? Oder gibt es nicht auch Firmen, die glaubwürdig um eine Besserung bemüht sind? Ist es egal, ob ein Konzern wie Exxon Befürchtungen einer globalen Erwärmung als „schiere Spekulation“ abtut und seine Investitionen in erneuerbare Energien konsequent zurückfährt oder – wie Shell – den Ehrgeiz hat, eine führende Rolle bei der Entwicklung von Alternativenergien zu übernehmen, auch wenn deren Anteil an den Gesamtinvestitionen immer noch im Promillebereich liegt?

Wie offen sind Ölkonzerne? 

Wir haben die Ölkonzerne aufgefordert, uns Belege für ihr Verantwortungsbewusstsein vorzulegen. Die Offenheit der Unternehmen stand dabei im Vordergrund; weiters wurden Medienberichte sowie Berichte von Stakeholdern (Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften) berücksichtigt. Das Untersuchungsergebnis wurde einer Gruppe von Stakeholdern vorgelegt und – gegebenenfalls – berichtigt. Das Ergebnis finden Sie in der Testtabelle .

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Kommentare

  • Nichts wissen und dennoch beurteilen? Womit wollen Sie ihre Aussage belegen?
    von EiglN am 27.08.2011 um 15:33
    AVIA: ... soziale Verantwortung wird vollständig ignoriert... Wenn alle Ihre Tests so fundiert zu einem Urteil gelangten (Sie gestehen ja selber, keine Info erhalten zu haben), schaut´s mit der Glaubwürdigkeit nicht gut aus. Hier bringt wohl ein Übereifriger seine Abneigung gegenüber der Branche zum Ausdruck. Sollten Sie allerdings für Ihre Aussage einen Beweis haben, würde ich (und alle kritischen Leser) den gerne sehen. Abgesehen davon, dass Sie internationale Erdölförderer mit einem nationalen Händler in einen Topf werfen ...
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