Online-Buchhandel

Es muss nicht immer Amazon sein

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KONSUMENT 5/2015 veröffentlicht: 23.04.2015

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Mit dem Buchversand via Internet ist Amazon bekannt geworden. Heute bieten bereits 65 Prozent der Buchhändler in Österreich einen Onlineshop. Zu Konditionen, die mit jenen von Amazon durchaus mithalten können.

Amazon: schlechte Bezahlung, exzessive Steuerflucht

Für viele Menschen ist es heute selbstverständlich, zu Hause rund um die Uhr Bücher per Mausklick bestellen und sie sich ins Haus liefern lassen zu können. Für die Mehrzahl ist das gleichbedeutend mit Amazon. Doch die skandalösen Arbeitsbedingungen, die schlechte Bezahlung sowie die exzessiven Steuerfluchtpraktiken des Global Players ­lassen viele Menschen nach Alternativen ­suchen – und mittlerweile auch zahlreich ­finden.

Viele Händler mit Onlineshop

In Österreich ist die Marktkonzentration im Buchhandel deutlich geringer als in anderen Handelssparten. Es gibt 1.765 Buchhändler. Führend ist Thalia mit 37 Standorten. ­Morawa (samt Leykam und Kärntner Buchhandlung) hat 20 Filialen. In Westösterreich ist Tyrolia mit 21 Standorten Branchenführer.

Rund 65 Prozent der österreichischen ­Buchhändler bieten laut Hauptverband des Österreichischen Buchhandels bereits einen Onlineshop. Möglich machen das Buch­großhändler mit ihren elektronischen Buchverzeichnissen und Logistiksystemen, über die Buchhandlungen auch die Kunden­bestellungen im Geschäft abwickeln.

Millionen Bücher im Sortiment

Diese Buchverzeichnisse können gegen Gebühr auch für den Onlineshop adaptiert werden. Vor allem drei Online-Buchverzeichnisse ­teilen sich den österreichischen Markt: KNV (60 Prozent), VLB (30 Prozent) und Libri (10 Prozent).

Das ermöglicht selbst kleinen Familienbetrieben wie Hartliebs oder Franz Leo & Comp. in Wien, ihr Buchsortiment virtuell auf mehrere Millionen Artikel auszuweiten. "Das ist heute ein Service, das notwendig ist, um für die Kunden umfassend erreichbar zu sein", ist Susanne Remmer von Franz Leo & Comp. überzeugt.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Amazon, Franz Leo & Comp. KG, Freytag & Berndt, derbuchhaendler.at, Hartliebs, Heyn, isbn1 - meine Buchhandlung, Morawa, Südwind, Thalia, Tyrolia

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Kommentare

  • Amazon- Kündigung
    von TomStone am 25.04.2015 um 09:54
    Seit ca. 3 Monaten bin ich nicht mehr Kunde bei Amazon. Aus den Gründen, die im 1. Absatz ihres Beitrags angeführt sind. Doch das Kündigen war nicht so einfach. Nach wie vor bin ich aus buchhalterischen Gründen bei Amazon gelistet, meine Zahlungsmethoden/Onlinebewertungen immer noch bekannt, ein Zugriff von Amazon auf diese lt. Auskunft eines befreundeten Rechtsanwalt auch noch jederzeit möglich. Das bedeutet, nach wie vor kann Amazon mit meinen negativen oder positiven Bewertungen Werbung machen, bekommt jederzeit Auskunft über Kreditkarten etc., aber schickt mir immer noch Newsletter und Das könnte sie interessieren zu. Ach ja, und der Zugriff auf all die gekauften eBooks, die ich über Kindle-Software am PC gelesen habe, ist durch meine Abmeldung natürlich kein Zugriff mehr. Zwar nur ein kleines Problem, da ich diese Methode sehr selten gewählt hatte. Aber es zeigtdie Verflechtungen ... Jetzt kaufe ich wieder mehr Bücher beim Buchhändler im Ort und keiner überwacht mein Leseverhalten und meine Buchauswahl. Freiheit kann so schön sein! -)
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