Paketdienste: Post, DPD, GLS, Hermes, UPS, DHL

Packerl verzweifelt gesucht

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KONSUMENT 12/2012 veröffentlicht: 27.11.2012

Inhalt

Über Paketzusteller - Post, DPD, GLS, Hermes, UPS, DHL - ärgern sich viele Konsumenten. In unserem Test hat die Post noch am besten abge­schnitten.

Zustellung funktioniert oft schlecht

Von Obergurgl bis Niederleis: Attraktive ­Online-Shops liegen nur einen Mausklick entfernt. Aber auch wenn die Bestellung im virtuellen Raum erfolgt, wird die Ware doch auf traditionelle Weise zugestellt. Und das funktioniert oft schlecht.

Paketdienste zu Weihnachten: Wie zuverlässig ist das Christkind? (Bild: Rosch) 

Haufenweise Beschwerden über Paketzusteller

Etwa, wenn der Paketzusteller einfach eine Abholbenachrichtigung im Postfach hinterlegt, statt an der Wohnungstür im oberen Stock zu läuten. Was den Empfänger ärgert, der daheim gewesen wäre. Weitere Klassiker: Pakete werden vor der Wohnungstür, der Haustür, im Vorgarten oder auf der Terrasse abgelegt; die Verständigung, wo man das Paket abholen kann, wird auf der allgemein zugänglichen Gegensprechanlage angebracht; die Adresse wurde nicht gefunden.

Manche Pakete brauchen sehr lange

Manche Sendungen brauchen sehr lange, ehe sie beim Empfänger eintreffen, Infor­mationen über den Grund gibt es nicht oder nur bei einer Mehrwert-Telefonnummer. Oder der Shop, bei dem man das Packerl ­abholen soll, liegt kilometerweit entfernt. Mitunter wird ein Paket auch kurzerhand an den Absender retourniert. Oder eine wertvolle Sendung kommt beschädigt an. Und der Paketdienst, der mit einer Versicherung bis zum Wert von 500 Euro wirbt, wimmelt ab: Das Paket sei nicht ordentlich verpackt gewesen.

Test: 17 Pakete aufgegeben

Nun ist der Empfänger eines Pakets ja nicht der Vertragspartner des Paketdienstes. Das heißt, seine Beschwerde ist ohne rechtliche Relevanz. Das, zusammen mit der Zunahme des Onlinehandels, erklärt die stark gestie­gene Anzahl von Beschwerden – die uns ­bewog, Paketdienste unter die Lupe zu ­nehmen. Bei jedem Testkandidaten wurden siebzehn verschieden große Pakete mit den gleichen Strecken österreichweit aufge­geben, wobei auch schwierige Aufgaben zu lösen waren wie etwa die Zustellung an ein Haus in einer Kleingartensiedlung. Aufgrund der uns vorliegenden Beschwerden wurde großes ­Augenmerk auf die Zustellung bei Abwesenheit des Empfängers gelegt.

Sechs Paketdienste auf dem Markt ...

Platzhirsch ist hierzulande noch immer die österreichische Post AG, die teilweise pri­vatisiert wurde. DPD Österreich ist ein ­Franchisenehmer von DPD Deutschland, das letztlich der niederländischen und franzö­sischen Post gehört. Beteiligt sind österreichische Transportfirmen wie Gebrüder Weiss, Lagermax und Schachinger. Eigen­tümer von GLS ist die britische Royal Mail. Hermes gehört der Otto-Group (Versandhäuser Otto, Baur, Heine, manufactum u.a.). DHL ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Post, UPS eine amerikanische Privatfirma.

... Post AG und DPD, GLS, Hermes, DHL, UPS

Die beiden Letztgenannten wenden sich hauptsächlich an Unternehmen als Auftraggeber, ihre Preise schrecken Konsumenten eher ab. So haben wir zwar Pakete über DHL und UPS verschickt, weil Konsumenten als Empfänger von Paketen mit diesen Unternehmen konfrontiert sein könnten, Testurteil wurde aber keines vergeben. Einige Anbieter kooperieren miteinander. Unseren Testern fiel auf, dass so manches Hermes-Paket von DPD zugestellt wurde. Hermes arbeitet mit DPD und auch mit der Post AG zusammen. Dennoch treten diese drei als unabhängige Anbieter auf.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Post, DPD, GLS, Hermes

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28 Stimmen

Kommentare

  • Hermes Totalverlust
    von krillo am 22.02.2013 um 18:27
    Paket nach Prag am 25.1.13 bei einer der Abgabestellen in 1050 Wien abgegeben. Paket nach zehn Tagen noch nicht angekommen. Sendungsverfolgung per Internet: "28.1.13 Die Sendung befindet sich in Zustellung." Es ist aber inzwischen schon Reklamation per email. Antwort: "Wir haben Ihre Anfrage an die zuständige Abteilung weitergeleitet. Wir bitten um etwas Geduld, bis Sie eine Rückmeldung erhalten." Es ist aber inzwischen schon der 5.2. Zwei Tage später neuerliche email an Hermes, Antwort mit demselben Text. Drei Tage später neuerliche email an Hermes, Antwort mit demselben Text. Am 18.2. (drei Wochen nach Aufgabe des Pakets in Wien) Anfrage an Hermes, auf welche Weise ich den Totalverlust (tritt laut AGB nach 30 Tagen ein) melden kann. Antwort: "Unser Transporteur hat uns soeben informiert, dass sich Ihre Sendung seit 18.2.13 in Ihrer zuständigen Postfiliale [1060 Wien] zur Abholung bereit findet. Vielmals möchten wir uns für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen." Dazu das Angebot von zwei Versandgutscheinen [in nicht spezifierter Höhe] als Entschädigung. Darauf ich: "Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, aber der Empfänger des Pakets bin nicht ich, sondern [N.N.] in Prag, Tschechische Republik. Ich möchte Sie hiermit auffordern, das Paket innerhalb von 30 Tagen nach dem 25.Jänner, also bis zum 24.Februar an den Empfänger zuzustellen, andernfalls ich den Totalverlust melden werde. Laut Ihren AGB haften Sie für schuldhaften Verlust mit bis zu EUR 500,-." Bis heute [22.2.13] keine Antwort von Hermes. Aktueller Sendungsstatus laut Internet: "18.2.13 Die Sendung befindet sich in Zustellung". Herbert Krill, 1060 Wien
  • Die Post - ein Weihnachtsmärchen
    von illmer am 21.12.2012 um 14:09
    Der Artikel passt sehr gut zu meinem Erlebnis von gestern und heute: Ich habe in Deutschland (zeitgerecht) Weihnachtsgeschenke für meinen Sohn bestellt (gibt es bei uns leider nicht). Gestern bin ich dann leicht nervös geworden, weil unter der Paketverfolgungsnummer noch immer nichts zu lesen war. Ein Anruf bei der österr. Post, ein sehr netter Mitarbeiter hat mir dann erklärt, dass das Paket noch nicht von der österr. Post übernommen wurde. Ein Anruf beim Versender hat ergeben, dass dieses Paket mit DHL sofort nach Bestellung weggeschickt wurde (was auch stimmte). Der Mitarbeiter der österr. Post hat dann gemeint, eine Zustellung bis zum 24.12. könne er trotz Volleinsatz am Samstag und Heilig Abend nicht garantieren. Heute früh habe ich die Paketnummer nochmals gecheckt und was lese ich? Das Paket wurde endlich eingelesen, ist im Umlauf und....... bleibt liegen, weil der Nachnahmezettel fehlt!!! Ich habe aber nie mit Nachnahme bestellt sondern gleich per Kreditkarte bezahlt! Und jetzt beginnt das Märchen.. und das meine ich positiv! Ein Anruf heute früh bei der österr. Post, ich wurde von Frau Brechelmacher (bitte liebe Post, belohnt diese Frau!!!) betreut. Sie hat gleich festgestellt, dass ein falscher Nachnahmebeleg mit meinem Paket erfasst wurde. Der Schein gehört zu einem Paket in der Steiermark. Und ich bin in Vorarlberg - na bravo. Sie hat dann versprochen, dass sie so rasch als möglich die Korrektur veranlassen würde. 2 Stunden später erhalte ich einen Anruf von Frau Brechelmacher, dass sie nach mehreren Telefonaten eruirt hat, dass das Paket im Verteilzentrum Wolfurt liegt, auf dem Paket selber keine Nachnahme angebracht ist, und sie die Löschung der Nachnahme auf meinem Paket in Wien veranlasst hat, damit das Paket in Wolfurt erfasst und zugestellt werden kann. Die Korrektur ist mittlerweile auch schon erfolgt. Ob das Paket aber noch rechtzeitig kommt, liegt natürlich nicht mehr in ihren Händen und da hoffe ich wirklich auf ein Weihnachtswunder! Aber ich kann der Post zu solchen Mitarbeitern nur gratulieren! Auch wenn manches bei der Post schief läuft und ich mich auch schon geärgert habe, dieser Einsatz von Frau Brechelmacher ist gerade jetzt zur stressigen Weihnachtszeit mehr als sie tun müßte. Ich habe mich sehr darüber gefreut und kann mich gar nicht genug bedanken. Liebe Post, hegt und pflegt solche engagierten Mitarbeiter, damit sie euch lange erhalten bleiben und noch vielen Menschen eine Freude machen können! Schöne Weihnachten Sylvia Illmer
  • Postdienste
    von karolus am 18.12.2012 um 12:37
    Ich kann nur empfehlen, sich beim (privaten) Absender schon bei Bestellung nach dem Postdienst zu erkundigen, den er verwenden möchte. Bei Postpaketen (Öst.Post!) lasse ich mir meine Pakete oft postlagernd an eine Filiale in der Nähe meines Arbeitsplatzes senden. Das funktioniert gut, wenn diese Filiale davon informiert ist, das ich ein Paket erwarte. Allerdings funktioniert diese postlagernde Zusendung nicht mit postfremden Anbietern (Hermes, etc.) - weil die Österr. Post angewiesen ist, keine Pakete von diesen Diensten anzunehmen! (O-TON von Postbeamten!) Das bedeutet, dass ich z.B. Hermes-Sendungen besser einen Hermes-Abholshop in der Nähe als Anlieferungsort angeben muß - oder man lässt sich das Paket an die Arbeitsstelle senden. Umso wichtiger erscheint es mir, dass man von privaten Versendern im Vorhinein den Postdienst und nach Absenden die Sendungsnummer genannt bekommt. So ist eine Nachverfolgung und Auffindung des Pakets zumindest einigermaßen vom Schreibtisch-PC gewährleistet.
  • Weltreise dank DHL
    von stitpete am 14.12.2012 um 12:22
    Anfang November erstand ich von privat ein Radio in Bayern, dieses wurde vom Versender via deutsche Post (DHL Paket) umgehend auf die Reise geschickt. Und so begann das Abenteuer! Paketverfolgung ist an sich eine tolle Sache, es beunruhigte mich daher nur ein bißchen, dass das Paket offensichtlich die falsche Abzweigung nahm und plötzlich am Flughafen Frankfurt lag. Anruf bei DHL (1 bis 20),Auszug der Antworten: falsche Gesellschaft, da DHL express nicht zuständig kann Paketverfolgung nicht öffnen(!), rufen sie in Ö an, dort: rufen sie in D an, nicht zuständig, usw usf. Daher Kontakt mit dem Versender und Nachforschungsauftrag. Ergebnis: falsch eingescannt, Bestimmungsort ist jetzt (kein Scherz !!!) Australien. Es kann aber nicht das Land verlassen, da irgendwelche Ausfuhrpapiere fehlten, also keine Sorge. Hat mich natürlich beruhigt. Nach 2 Wochen war das Paket dann endlich.... in Australien angelangt! Wie es sich ohne die notwendigen Papiere an Bord des Fliegers schlich ist ein Rätsel, aber Fernweh macht offensichtlich erfinderisch. Da in Australien aber niemand ein Navi-Radio mit Karten für Mitteleuropa brauchte, entschloss es sich dann, doch heimzukehren. Anfang Dezember konnte ich es dann tatsächlich in Empfang nehmen, mit schönen roten Aufklebern der Australischen Post. Von Bayern über Australien nach Österreich in nur einem Monat, nicht schlecht. Ende gut, Alles gut?
  • Verdienstentgang für Online-Anbieter
    von Cuchulainn am 05.12.2012 um 00:51
    Des öfteren würde ich etwas bequem online bestellen, aber es werden die Benachrichtigungen nicht mal (wie von der Post) im, sondern bestenfalls aussen auf dem Briefkasten für jedermann les- und entfernbar hinterlassen. Oft findet sich so ein Zettel sogar aussen auf der Haustür. Auch kleinere Pakete habe ich schon iin den Briefkasten hineingestopft gesehen, ebenfalls leicht zu entnehmen. Ich bestelle ausschliesslich, wenn mit Post zugestellt wird, da kann ich mein Paket bequem bei meiner Postfiliale abholen. Bei z.B. DPD müsste ich (ohne eigenem Kfz) sogar extra aufs Land rausfahren.
Bild: VKI