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Fallweise schneller, sicher teurer

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Konsument 3/2002 veröffentlicht: 01.03.2002

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  • Premium-Briefe sollen „österreichweit Vorrang“ am Postweg haben.
  • Doch das macht sie nicht unbedingt schneller.

Viele Nachrichten werden heute schon per E-Mail übermittelt – aber ganz ohne Briefbogen und Kuvert kommen selbst Computerfreaks nicht aus. Wer befürchtet, dass seine Korrespondenz auf dem Postweg zu gemächlich ans Ziel gelangt, kann sie seit letztem Herbst per Premium-Brief verschicken. Als ideale Versandform wenn’s eilt beworben, soll das Premium-Service der Post Inlandsbriefen durch „vorrangige Behandlung ... von der Aufgabe bis zur Zustellung ... Beine machen“.

Premium-Kleber

Will man es in Anspruch nehmen, muss man einen Premium-Kleber (erhältlich in Postämtern) auf dem frankierten Kuvert anbringen und den Brief so wie andere Sendungen auch entweder im Postamt abgeben oder in einen Briefkasten einwerfen. So weit, so gut. Aber was konkret heißt vorrangige Behandlung, wie schnell ist so ein Brief unterwegs? Was macht den Unterschied zu einem normalen Brief aus? Das fragen sich viele Konsumenten. Pro Premium-Kleber sind immerhin 1,45 Euro (20 Schilling) zu bezahlen, das Porto kommt noch dazu. Ein Premium-Brief bis zu 20 Gramm kostet mit 1,96 Euro (27 Schilling) rund viermal so viel wie sein nicht bevorzugt behandeltes Pendant.

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