Salomon: Kundendienst

Keine Problem?

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KONSUMENT 10/2014 veröffentlicht: 25.09.2014, aktualisiert: 20.11.2014

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"Die Zitrone": Zwischen deutschsprachig und muttersprachlich gibt es einen feinen Unterschied.

Der Sportartikelhersteller Salomon ist laut den Angaben auf seiner Homepage in mehr als 50 Ländern vertreten. Entsprechend hoch sind natürlich die Herausforderungen, etwa wenn es um die Kundenbetreuung in den einzelnen Landessprachen geht. Auf jeden Fall verfügt Salomon „über einen deutschsprachigen Kundendienst mit muttersprachlichen Mitarbeitern, der montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar ist“, wie wir uns von selbigem bestätigen ließen. Dies zweifeln wir auch gar nicht an, doch was einem unserer Leser widerfahren ist, hat trotzdem eine Zitrone verdient.

Langwierige Kontaktaufnahme trifft auf rasche Abfertigung

Zunächst einmal waren fünf E-Mails, zwei Telefonate und drei Monate Geduld nötig, um abzuklären, ob man betreffend seine Skihandschuhe, die sich nach etwa dreißigmaliger Verwendung aufzulösen begannen, eventuell eine Kulanzlösung anbieten könne, obwohl alle Garantie- und Gewährleistungsfristen verstrichen waren und keine Rechnung existierte. Auch diese schwierige Frage wollen wir hier nicht zur Diskussion stellen, sondern nur die Art und Weise, wie die letztlich abschlägige Entscheidung dem Konsumenten mitgeteilt wurde. Innerhalb einer Stunde nach seinem letzten Telefonat erhielt er folgende Nachricht per E-Mail:

„Vielen Dank für ihre ihre Anfrage. Wir bedauern sehr zu hören, dass Sie eine Problem haben mit Ihre Handschuhe. Bedauerlicherweise können wir ihre Reklamation nicht annehmen da ihre Handschuhe gekauft waren bei einer Händler und Sie keine Zahlungsbeleg mehr haben. Bitte sehen sie unsere Garantiebestimmungen unter folgenden Link: […] Mit freundlichen Grüssen, Justin.“

Muttersprachlicher Kundendienst?

Deutschsprachig ist diese Nachricht zwar schon, aber sie klingt wie eine schlecht formulierte Phishing-Mail, sodass man sich fragt, ob die Muttersprachler zu diesem Zeitpunkt auf Mittagspause waren? Jedenfalls ist es verständlich, dass sich unser Leser nach drei Monaten Wartezeit auf gut Deutsch gefrotzelt fühlt, in dieser Form abgefertigt zu werden.

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