Schulden bei der Videothek

Kleingeld wurde nicht akzeptiert

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Konsument 5/2004 veröffentlicht: 21.04.2004, aktualisiert: 27.04.2004

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Binnen weniger Wochen wurde eine Entlehngebühr zu einer Schuld von 241 Euro.

Erst gestern hatte sich Herr Meller in einer Wiener Vorstadtvideothek eine DVD ausgeborgt und wollte sie rasch zurückbringen. Blöd, dass er gerade kaum Kleingeld hatte. Heute war Sonntag, da konnte er nicht wechseln gehen. Herr Meller kramte alles an Münzen hervor, bis er die vier Euro Entlehngebühr beisammen hatte. Auch Ein-Cent-Stücke waren dabei.

Zurückgewiesen. „Also, des geht net!“, herrschte ihn die Angestellte in der Videothek an. „Den Schotter nimm i net. Gengan’s wechseln!“ „Heut ist doch Sonntag!“, wagte Herr Meller einen Einwand. Doch gegen die resolute Dame kam er nicht an. Er zog ab und ließ die DVD auf dem Verkaufspult liegen. Dienstag darauf kam er wieder in die Videothek und wollte die Leihgebühr zahlen. „Macht 8 Euro“, meinte die Frau hinter der Budel. „Wie bitte?“ Herr Meller war verblüfft. „De Mahngebühr“, wurde er aufgeklärt. „Sie ham letztes Mal net zahlt, und das is, wie wenn S’ den Film net z’ruckbracht hätten.“ Ein Wort gab das andere, Herr Meller beschloss, die Angelegenheit mit dem Vorgesetzten der strengen Dame zu klären. Allerdings ohne Erfolg.

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Bild: VKI