Spielzeughersteller im Ethiktest

Schlaflos in Guangdong

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KONSUMENT 12/2012 veröffentlicht: 28.11.2012, aktualisiert: 24.01.2013

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Damit die Puppe oder das Auto rechtzeitig auf dem Gabentisch landet, gönnt man den chinesischen Arbeiterinnen kaum Pausen. Sind die Zustände in der Branche seit unserer letzten Untersuchung fairer geworden?

Auch heuer wird sich unter dem Weihnachtsbaum wieder millionenfach Spielzeug stapeln, seien es Puppen, Plüschtiere, Spiele oder Sportartikel. Auf 80 Milliarden US-­Dollar wird der weltweite Spielzeugmarkt geschätzt und ein Großteil davon wird zum Jahresende ausgegeben, um Kinderaugen bei der großen Bescherung zum Leuchten zu bringen.

Arbeiterinnen in einer Spielzeugfabrik; Bild: ICRT 

Spielzeug aus China

Doch woher kommen die vielen verlockenden Dinge, unter welchen Bedingungen werden sie hergestellt? Mittlerweile genießt China als Spielzeugproduzent fast schon ­Monopolstatus, 86 Prozent der Spielzeug­importe in die EU werden im Reich der Mitte gefertigt, zum Großteil in der Provinz Guangdong, im „Hinterland“ von Hongkong. Was bekommen die Menschen dort vom „Fest der Liebe“ mit, was bringt ihre Augen zum Glänzen – Freude oder Leid?

Produktionsbedingungen: Mattel, Lego, Playmobil u.a. im Test

Mehrere europäische Verbraucherorganisationen, darunter der Verein für Konsumenteninformation (VKI), haben eine Untersuchung der Produktionsbedingungen der wichtigs­ten Markenhersteller in Auftrag gegeben – von Mattel über Walt Disney, Lego, Play­mobil bis Hasbro und MGA. Von jedem ­dieser Unternehmen wählten wir zwei der meistverkauften Artikel aus – Puppen, Action-­Figuren, Plüschtiere, Spielzeugautos etc. –, um ihrer Entstehungsgeschichte auf den Grund zu gehen.

Verhaltenskodex zu fairen Arbeitsbedingungen

Hat sich die Situation seit dem letzten Ethik-Test über die Spielwarenbranche vor acht Jahren (lesen Sie auch Spielzeughersteller im Ethik-Test KONSUMENT 12/2004) verbessert? Immerhin hat sich der internationale Spielzeugindustrieverband ICTI (International Council of Toy Industries) einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) auf­erlegt, der faire Arbeitsbedingungen sowie Sicherheit und Gesundheit der Arbeit­nehmer zum Inhalt hat. Auf der anderen Seite ist der Trend zum Auslagern der Produktion zum Billigstbieter weiter fortgeschritten. In Europa gibt es nur mehr ganz wenige Produktionsstätten von Spielzeug, auch frühere Vorzeigeunternehmen suchen ihr Heil (sprich: Gewinnmaximierung) in China.

Hier finden Sie alle KONSUMENT-Tests zum Ethischen Konsum.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Hasbro, Playmobil, Mattel, Walt Disney, Lego, Brio, Bandai, Simba Dickie, MGA

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Bild: VKI