Telefongebühren

Der Analyse-Schmäh

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Konsument 12/1999 veröffentlicht: 01.12.1999

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Die neue Freiheit auf dem Telefonmarkt ruft windige Geschäftemacher auf den Plan.

Jede Woche überbieten sich private Telefongesellschaften mit neuen Preisrekorden. Wer hat da noch den Überblick? Manche Telekom-Kunden plagt das dumpfe Gefühl: „Eigentlich sollte ich wechseln, wo doch alle anderen billiger sind. Aber zu wem?“ Da läutet das Telefon: „Hier Agentur XY. Sie wollen doch sicher sparen beim Telefonieren. Wir bieten Ihnen eine vollkommen unverbindliche Analyse Ihres Telefonierverhaltens. Dürfen wir Ihnen einen Fragebogen schicken?“ Doch der Fragebogen entpuppt sich als kostenpflichtige Auftragsbestätigung. Schickt man ihn ein, sind ein paar Hunderter fällig. Manchmal wird der Trick auch als „Meinungsumfrage“ getarnt. Mehrere Konsumenten haben sich schon bei uns über diese Überrumpelung beschwert. Nun, Telefonwerbung ist verboten – außer der Betroffene hat der Werbung vorab ausdrücklich zugestimmt. Das hat nicht nur der Oberste Gerichtshof in mehreren Entscheidungen festgehalten. Auch das Telekommunikationsgesetz sieht hier Strafen vor. Daher sollte man beim Fernmeldebüro (in Wien, Linz, Innsbruck und Graz) Anzeige erstatten. Aber die Ersparnis, die man durch Telefonieren bei anderen Anbietern haben könnte? Die hat man nur, wenn die Rechnung regelmäßig mehr als 2000 Schilling beträgt und ein wesentlicher Anteil davon durch Gespräche in der Österreich-Zone, zu einem Mobilnetz oder ins Ausland anfällt.

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