Verpackung

Wirbel um Bio-Sackerl

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KONSUMENT 6/2012 veröffentlicht: 23.05.2012

Inhalt

Einweg-Plastiksackerl verschwenden wertvolle Ressourcen, vergrößern den Müllberg und verschandeln die Landschaft. Aber was ist mit kompostierbaren Sackerln (Tüten)?

So setzen einige Handelsketten auf Bio-Sackerl, die voll kompostierbar sein sollen. Diese aber brandmarkt die Deutsche Umwelthilfe als Mogelpackung: Sie seien nicht vollständig kompostierbar und bestünden zu 70 Prozent aus erdölbasiertem Kunststoff, aber nur zu 30 Prozent aus Maisstärke. Daraufhin haben die Handelsketten Aldi und Rewe den Einsatz der „Bio-Tüten“ in Deutschland gestoppt.

Rewe Österreich arbeitet derzeit an einem nachhaltigen Konzept für sein gesamtes Sackerl-Sortiment. Die heimische Aldi-Tochter Hofer prüft gegenwärtig Kompostierbarkeit und gesamtökologische Vorteile der Bio-Tragtasche. Mittlerweile hat die Firma Victorgroup, Erzeuger der Bio-Taschen, in Deutschland eine einstweilige Verfügung erwirkt: Die Deutsche Umwelthilfe darf nicht mehr behaupten, Bio-Sackerl seien nicht kompostierbar. Das Match geht also weiter. Mit Mehrweg-Taschen oder -Beuteln sind Konsumenten jedenfalls auf der sicheren Seite.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo