Werbeanrufe: Unverschämter Telefonterror

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veröffentlicht: 12.07.2010

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Unsere Umfrage bringt es zu Tage: Telefonwerbung wird immer dreister. Glücksspielunternehmen, Telefongesellschaften, Finanzdienstleister, Verlage und andere belästigen Konsumenten mit penetranten Werbeanrufen. 

Im März 2010 führte der VKI  für das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz eine Umfrage zum Thema unerwünschte Telefonwerbung durch. In der dreiwöchigen Laufzeit meldeten sich über 900 Personen, die solche Erfahrungen gemacht hatten. Etwa 260 von ihnen schilderten ihre persönlichen Erfahrungen mit Telefonwerbung.

MyPhone, Galaxyplay oder Delta Lotto

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass sich zwei Drittel der Angerufenen auf solche Gespräche einlassen. Viele dieser Werbeanrufe kommen von Firmen, die Gewinnversprechungen oder Glücksspiele anbieten. Weiters versuchen Telefongesellschaften, Finanzdienstleistungsvermittler, Verlage oder Versandhandel damit Geschäfte zu machen. Unternehmen wie MyPhone, Galaxyplay oder Delta Lotto Linz wurden genannt. Glücksspielunternehmen belästigen die Angerufenen sogar mehrmals täglich.

Diese erfahren in den Gesprächen kaum etwas über die Unternehmen. Die Umfrage ergab, dass 80 Prozent der Befragten nie Informationen über Anschrift und Sitz des Unternehmens erfahren oder eine Telefonnummer des Anrufers erhalten haben. Einige Betroffene erzählten von deutschen oder unterdrückten Nummern angerufen worden zu sein.

Persönliche Daten erfragt

Einige Telefonkeiler versuchen, den Angerufenen persönliche Daten wie Name und Anschrift zu entlocken. Laut Umfrage wurde fast die Hälfte der Befragten nach ihren Kontodaten gefragt. In den Anrufen verwenden Firmen immer wieder Wörter wie "Gewinn“, "gewonnnen“ oder „Angebot“. Sollten die Angerufenen kein Interesse zeigen, so werden die Anrufer beleidigend. Einige „Opfer“ berichteten von Drohungen in den Gesprächen. 

Erfahrungsberichte: Lesen Sie auf den nächsten Seiten Erlebnisse von Betroffenen.

Download: Hier finden Sie den vollständigen Abschlussbericht "Cold Calling"  des Ministeriums.  

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Kommentare

  • Aktion Österreich gewinnt
    von Gerheide am 09.08.2011 um 11:06
    Bei einem der zahllosen Anrufe habe ich leider irrtümlich (ich wartete auf eine Rücküberweisung von einer deutschen Firma)meine Kontonummer bekannt gegeben. Vor ein paar Tagen ist mir ein Brief mit der Ankündigung eines gerichtlichen Mahnbescheides ins Haus geflattert. Demnach soll ich sofort den Betrag von Euro 212,56 überweisen, ansonsten würden mir zusätzliche Kosten von Euro 96,-entstehen. Zitat: "Ersparen Sie sich Gericht und Pfändung des Gerichtsvollziehers durch die fristgerechte Zahlung!"§
Bild: VKI