Fotografieren: rote Augen oder Available-Light

Der richtige Augenblick

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veröffentlicht: 23.04.2015

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Der "Rote-Augen-Effekt" gilt als typischer Anfängerfehler. Manche Aufnahmen wirken ohne Blitz besser.

Manchmal ist es ein markantes Piercing im Gesicht oder ein übergroßes Ohr, das betont werden soll. Doch das ist eher die Ausnahme. Eine eherne Regel in der Porträtfotografie lautet: immer auf die Augen scharf stellen. Denn in ihnen spiegelt sich die Seele eines Menschen, so heißt es jedenfalls.

Augen-Blicke

Ohne die Bedeutung der Hände oder anderer Körperteile wie etwa der Kniescheibe schmälern zu wollen: Den Augen kommt ein Alleinstellungsmerkmal zu, zumindest was das Innere und den Charakter eines Menschen betrifft. Nicht umsonst wohnt auch jenem Augenblick (!) etwas Magisches inne, da Verliebte einander das erste Mal tief in die Augen schauen.

Augen können weit geöffnet oder zu einem Schlitz verengt sein. Sie vermögen Selbstbewusstsein oder Schüchternheit, Extrovertiertheit oder Introvertiertheit zu signalisieren. Die Pupillen in ihrer Mitte sind in der einen Situation hell und in der anderen dunkel.

Weit geöffnet oder verengt

In dieser Vielfalt liegt der Reiz und die Zauberkraft der Augen. Nur eines können die Augen nicht sein: rot leuchtende Punkte. Dieses Phänomen kennt die Natur nicht (außer bei einer genetisch bedingten Pigmentstörung, Albinismus genannt) - wohl aber die Fotografie. Sie spricht vom sogenannten "Rote-Augen-Effekt".

Direktes Blitzen

Er führt dazu, dass selbst friedlichste Menschen auf solchen Bildern wie Vampire aussehen. Nicht das ganze Auge, wie es die Bezeichnung nahe legen würde, leuchtet bei ihnen rot, sondern nur ein Teil, die Pupille.

Rote Augen sind in der Regel nicht beabsichtigt, nur selten will sich da einer einen bösen Spaß erlauben. Diese Art der Manipulation gilt gemeinhin als technischer Fehler, bedingt durch direktes Blitzen.

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