Skigebiete in Österreich

Leere Kilometer

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KONSUMENT 12/2013 veröffentlicht: 19.11.2013, aktualisiert: 30.01.2014

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Skiurlaub in Österreich wird immer teurer und einige Skigebiete haben sich mit falschen Angaben zur Pistenlänge blamiert. Doch braucht man wirklich Hunderte Kilometer zum Pistenspaß? Und: Was kostet die Tageskarte? Ein Preisvergleich von 100 österreichischen Skigebieten.

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Alljährlich, wenn KONSUMENT seine große Markt­übersicht Skigebiete veröffentlicht, herrscht helle Aufregung unter den Liftbetreibern: Teurere Skiregionen beschweren sich darüber, dass man sie mit preiswerten kleineren Skigebieten vergleicht. In aller Regel verschweigen sie allerdings, dass auch in großen Regionen die Pisten nicht alle von der Hoteltür weg­gehen, sondern in vielen Fällen ein kilometerlanger Anfahrtsweg zu bewältigen ist.

Pistenkilometer: viele Skiregionen rudern zurück

Unerwähnt bleibt weiters, dass die Größe eines Skigebietes ein dehnbarer Begriff ist. Dass viele Manager von Seilbahnunternehmen maßlos übertreiben, hat man ja immer vermutet – nun ist es sozusagen amtlich. Als ein deutscher Kartograf, Christoph Schrahe, sich die Mühe machte, die Angaben der ­Pistenkilometer der größten Skigebiete nachzuprüfen, und die schwärzesten Schafe beim Namen nannte (Anfang 2013), haben zahlreiche Seilbahnunternehmen ihre Pistenkilometer stark reduziert.

Bogenfahren statt Falllinie gemessen

Hatten viele Skigebiete früher die Pistenlänge in wellenförmigen Linien gemessen ("nach Fahrkilometern", weil die meisten Skifahrer ja auch so fahren würden) und breitere Pisten gleich einmal doppelt oder dreifach gezählt, so bekennen sie sich nun zur (eigentlich selbstverständlichen) Messung der Falllinie in der Mitte der Piste.

Teilstücke können doppelt gezählt werden

Die Skiregionen folgen damit einer Empfehlung des Fachverbandes der Seilbahnen, die allerdings ­immer noch Ausnahmen akzeptiert. So ­können Teilstücke von Pisten doppelt gezählt werden, wenn sie als zwei Pisten markiert sind (z.B. rot und schwarz). Dennoch: Ein wichtiger Schritt zu mehr Wahrheit ist damit getan.


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Kommentare

  • Man kann auch in einen der teuersten Skigebiete günstig urlauben......
    von benjimaleri am 10.01.2014 um 10:23
    Seit Jahren fahren wie regelmäßig in den Energieferien nach Serfaus Fiss Ladies schifahren. Wir, drei Familien mit jeweils einem schulpflichtigen Kind. Wir wohnen etwas abseits vom Skigebiet auf einen Bauernhof mit tollen Apartments. Wir sind Selbstversorger, mittags essen wir in diversen Schihütten oder in einen der zahlreichen Bergrestaurants. Die Preise sind durchaus als normal einzustufen. Von überteuert keine Spur oft sogar günstiger als im Tal. Und essen muss ich zuhause auch. Die Liftkarten sind zwar nicht geradr günstig aber in SFL bekommt da auch was für sein Geld. Die Anfahrt von unseren Quartier ins Skigebiet beträgt ca. 15 Min. Die Woche Schifahren für 2 Erwachsene und ein Kind kommtuns auf ca. 1200.- Euro. Da wird nicht gespart und wir waren auch im nahegelegenen Samnaun shoppen Jedenfalls kann auch ich diese jährlich wiederkehrende Jammerei wegen Skifahren sei nicht leistbar schon nicht mehr hören. Kauft man halt weniger Elektroramsch untern Jahr.
  • Lieber VKI!
    von almdudler15 am 14.12.2013 um 09:06
    Was heißt Skifahren wird immer teurer? Logisch! Alles wird immer teurer! Das hat mit der allgemeinen Preissteigerung zu tun. Diese negative Stimmungsmache dem Skifahren gegenüber ist schon fad und in vielen Belangen einfach falsch! Heute kann ich günstig Skigewand beim Diskonter kaufen, Ski kann ich leihen, Quartiere sind dann sehr günstig, wenn man nicht gleich neben der Piste wohnen muss und ich kann mir SICHER sein, dass es auch Schnee auf der Piste geben wird. Dafür kostet die Liftkarte ihren Preis und ich muss mich nicht im Vergleich zu früher stundenlang anstellen weil super Lifte angeboten werden. Heute kann ich 3x mal so viel fahren mit der selben Karte und habe Schneegarantie durch die Beschneiung.
  • Patchworkfamilien
    von LBS4 am 08.12.2013 um 12:59
    Leider wurde bei der Familienkarte, so wie hier in diesem Artikel vorgestellt, nicht an Patchwork-Familien gedacht. Dafür gibt es nämlich keine offizielle "Familien"-Karte, wo alle zusammengehörenden Personen eingetragen sind. Und somit kann die Zusammengehörigkeit nicht nachgewiesen werden und daraus resultieren Schwierigkeiten beim Kauf einer Familienkarte. Ich denke, dass bei der steigenden Anzahl dieser Art der Zusammengehörigkeit Nachbesserungsbedarf in den Bundesländern besteht! B.F.
Bild: VKI