Virtuelle Maschinen

Windows XP weiter nutzen

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 11.06.2014

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Wenn Sie nach dem Wechsel zu Windows 8.1 nicht völlig auf XP verzichten möchten, sollten Sie auf eine virtuelle Maschine zurückgreifen. Diese schafft ein Umfeld für ältere Software. Lesen Sie Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die kostenlosen Lösungen von "VirtualBox" und "VMLite".

Lesen Sie auch

Die Entscheidung für das Leben nach XP ist nicht einfach. Wer sich in langen Jahren an Windows gewöhnt hat, scheut oft den Umstieg zu den fremd erscheinenden Welten von Apple oder Linux (siehe Computer-Betriebssysteme 5/2014). Ob man Windows 8 unter diesem Gesichtspunkt als das geringere Übel betrachten kann, sei dahingestellt, denn Umsteigern wird auch diese Umgebung fremd sein.

Windows 8: Ungewohnt ...

Wir gehen jedenfalls davon aus, dass Sie seit Kurzem einen Computer mit der aktuellen Windows-Version 8.1 zu Hause stehen haben. Dann werden Sie bereits wissen, dass es eine Herausforderung sein kann, sich zurechtzufinden bzw. Gewohntes an seinem neuen Speicherort wiederzufinden.

... und mit Frustpotenzial

Vielleicht hatten Sie auch schon ein frustrierendes Erlebnis, als Sie feststellten, dass ein von Ihnen gerne genutztes Programm unter Windows 8.1 einfach nicht mehr funktioniert? So steht nun entweder der nicht geplante Kauf einer aktualisierten Version ins Haus – die wohl auch einiges an Neuem und Ungewohntem mit sich bringt – oder das Programm wird gar nicht mehr weiterentwickelt und Sie haben sich gedanklich bereits davon verabschiedet.

Altes Umfeld in neuer Umgebung

In solchen Situationen können so genannte virtuelle Maschinen eine Lösung sein. Das ist Software, die innerhalb des aktuellen Betriebssystems ein Umfeld schafft, in dem ältere oder fremde Betriebssysteme laufen und somit auch die dazu passenden Programme installiert werden können.

Nur Ergänzung, kein Ersatz

Um es gleich vorwegzunehmen: Im Fall des von Microsoft aufgegebenen XP darf dies nicht die Lösung sein, um das alte Betriebssystem im großen Stil weiter zu nutzen. Sie sollten es tunlichst vermeiden, über das im Vergleich deutlich verwundbarere XP ins Internet einzusteigen oder dort den E-Mailverkehr abzuwickeln. Auch wenn die virtuelle Maschine nicht unmittelbar ins Hauptsystem eingreift und dessen Virenscanner den gesamten Computer schützt, so gibt es doch einige Verknüpfungen zwischen dem Host (Gastgeber) und dem Gastsystem, die von Schadsoftware ausgenützt werden könnten.

Weiterverwendung von Software und Geräten

Sie können aber auf jeden Fall vorhandene XP-Software verwenden und beispielsweise Ihrem alten Scanner, der unter Windows 8.1 partout nicht erkannt wird, weil der Hersteller keinen aktuellen Treiber mehr anbietet, wieder Leben einhauchen. 

Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern zur Installation und Nutzung von Windows XP mit Hilfe der virtuellen Maschinen VMLite bzw. VirtualBox.

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
10 Stimmen

Kommentare

  • Empfehlung
    von sternenhimmel am 23.08.2014 um 11:32
    Empfehlung aus eigener Erfahrung - Virtualbox. (auch Basismodul Open Source / keine Registrierung)
  • Linux
    von vgz7 am 17.07.2014 um 15:59
    Man sollte vielleicht erwähnen, dass das Prozedere nach einem Umstieg auf Linux zB Ubuntu ebenfalls funktioniert :-)
  • XP unter Windows 8
    von REDAKTION am 03.07.2014 um 08:47
    Vielen Dank an "ling" für die ausführlichen und informativen Anmerkungen zu unserem Artikel. Da unsere Leserschaft hinsichtlich ihres Interessens- und Wissensstandes sehr breit gestreut ist und speziell im Computerbereich viele Themen sehr komplex sind, können wir kaum je auf sämtliche Aspekte und Rahmenbedingungen eingehen. Deshalb sind wir dankbar für konstruktive Ergänzungen dieser Art, die nicht nur für uns, sondern für alle interessierten Leserinnen und Leser nützlich sind. Bitte weiter so! :-) - Das Tool Classic Shell haben wir übrigens in einem Computertipp in KONSUMENT 2/2014 behandelt. Ihr KONSUMENT-Team
  • XP unter Windows 8 in virtueller Maschine
    von ling am 02.07.2014 um 17:52
    Als Alternative bliebe noch der VMWare Player (also quasi das Runtime-Modul zur VMWare Workstation). Nachteil: Die virtuelle Maschine muss ebenfalls händisch konfiguriert werden und er ist ebenso wie VMLite nur englisch verfügbar. Noch ein Hinweis zur Erhöhung der Geschwindigkeit der virtuellen Maschine: Die Speichererhöhung von 2 GB auf 4 GB bringt gar nichts, da ein "normales" XP mit weniger als 2 GB locker auskommt und - falls als Host-System eine 32-Bit-Version gewählt wird - sowieso nicht mehr als 4 GB (in der Praxis spürbar weniger) verwaltet werden kann. Erst bei 64-Bit-Systemen und mehr als 4 GB Hauptspeicher des Host-Systems könnte man den Speicher des Gastbetriebssystems erhöhen, doch auch das wird sich in der Praxis kaum auswirken. Zumal man ja nicht vergessen darf wofür man XP in der virtuellen Maschine überhaupt nützt. Scanvorgänge werden wohl kaum in einer derart hohen Auflösung durchgeführt werden, dass mehr als 1 GB Arbeitsspeicher dafür erforderlich sind. Weiters zweifle ich stark daran, dass sich "Otto-Normalverbraucher" mit einer derart komplizierten - wenngleich auch sehr gut verfassten - Anleitung auseinandersetzen will (und/oder überhaupt kann), sondern sich bei den aktuellen Preisen lieber einen unter Windows 8.x funktionierenden Scanner zulegen wird. Es gehört zwar nicht unmittelbar zum Artikel, doch aus aktuellem Anlass möchte ich noch erwähnen: Zum neuen Betriebssystem Windows 8.x und dessen Aussehen bzw "Bedienbarkeit". Hier gibt es für "Fortschrittsverweigerer" (ich habe das Wort bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da ich an der Benutzeroberfläche (abgesehen für Touchscreenbenutzer) nichts fortschrittliches erkennen kann) oder Gewohnheitsbenutzer einige kleine Tools, welche problemlos die Windows 7-Oberfläche einschließlich Startknopf und -menü wieder verfügbar machen (zB Classic Shell, StartIsBack, etc). Ersters ist gratis, aber keineswegs umsonst, denn es hat derart viele Einstellmöglichkeiten (komplett in deutscher Sprache), dass man danach wieder ein völlig "normales" Windows zur Verfügung hat. Wer also an Windows XP (oder zumindest an dessen Oberfläche) hängt, der kann sich mit Classic Shell sogar Windows 8.x so umstellen, dass es wie Windows XP (classic) aussieht. Das ist zwar auch mit Arbeit verbunden, es bleiben jedoch bei einer gewohnten (alten) Oberfläche sämtliche Funktionen der neuen Windows-Version und auch das Sicherheitskonzept vorhanden. Solche Tools wären für sich schon einen eigenen Artikel in „Konsument“ wert.
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