KONSUMENT.AT - Actionkameras - Actioncams: Steckbriefe 1

Actionkameras

Und ... Action!

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KONSUMENT 4/2014 veröffentlicht: 26.03.2014, aktualisiert: 27.04.2017

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Actioncams: Steckbriefe

Hier die Kommentare unserer Tester:

Contour+2
Testurteil: gut

Zylinderförmiges, vorwiegend aus Aluminium bestehendes Gehäuse. Das Objektiv ist um 270 Grad drehbar, ein integrierter Laserstrahl erleichtert (bei nicht zu hellem Umgebungslicht) die Ausrichtung der Kamera. Full-HD-Auflösung. Liefert „gute“ Videos bei Tageslicht und ist sehr scharf und farbecht auch bei Unterwasseraufnahmen. Abends konnte die Auflösung weniger überzeugen. Die Aufnahmetaste (Schiebe­regler) hat eine Sperre gegen unbeabsichtigtes Einschalten. Anschlussmöglichkeit für externes Mikrofon. Vergleichsweise kurze Akkulaufzeit. Umständliche Handhabung beim Umschalten auf den Fotomodus an der Kamera, alle übrigen Einstellungen erfolgen über die gut funktionierende App. Dort kann man auch zwei benutzerdefinierte Aufnahmemodi vorprogrammieren. Die Informationen zur Speicherkartenformatierung sind allzu spärlich. Wenig Zubehör und keine Bedienungsanleitung mitgeliefert.

Sony HDR-AS-15
Testurteil: gut

Modell im Camcorder-Design, das ohne die wasserdichte Hülle nicht befestigt werden kann. Das restliche mit­gelieferte Zubehör ist dürftig. Die Kamera nimmt sofort nach dem Einschalten auf. Je nach Situation kann das ein Vorteil sein, aber auch stören. Unterwasseraufnahmen sind unscharf, ansonsten liefert die Sony gute, scharfe Bilder, die aber grundsätzlich einen Blaustich haben. Der Himmel erscheint dadurch z.B. eher violett. Die Kamera macht beim Fotografieren ausschließlich Serienbilder. Die Sony-App ist in ihrer Funktionalität stark eingeschränkt. Ein Teilen von Aufnahmen ist nur nach vorherigem lokalen Speichern auf dem Smartphone möglich. Das Aufladen am PC braucht sehr lange, ein USB-Ladegerät für die Steckdose muss man extra kaufen. Automatische Abschaltfunktion. Anschluss für externes Mikrofon. Lange Akkulaufzeit.

GoPro3 Black Edition
Testurteil: gut

Sehr kompakt, wobei zur Befestigung das mitgelieferte wasserdichte Kunststoffgehäuse nötig ist. Für den Einsatz an Land gibt es einen zweiten Gehäusedeckel, der Geräusche (gedämpft) ans Mikrofon dringen lässt. Der Gehäuseverschluss ist gut gesichert, aber mühsam zu öffnen. Die GoPro3 liefert auch in Bewegung scharfe Bilder, wobei die Farben recht blass und kontrastarm erscheinen (besonders unter Wasser). Abendaufnahmen fallen etwas zu hell aus. Relativ kurze Akkulaufzeit. Unübersichtliche Menüführung mit Zwei-Tasten-Bedienung. Umschalten in den Fotomodus umständlich, WiFi-Fernbedienung schwierig einzurichten. Keine Bedienungsanleitung mitgeliefert. Backup-Akku sowie Farbdisplay extra erhältlich. Videos in UltraHD (4k) nur über geeignetes TV-Gerät wiederzugeben. Neu am Markt ist das (laut Hersteller in Details verbesserte) Modell GoPro3+. 

Rollei Bullet 5S 1080p
Testurteil: gut

Ein kompaktes, würfelförmiges Leichtgewicht, das mit (abnehmbarem) Display geliefert wird. Ein Zusatzakku ist erhältlich. Beim Fotografieren zeigt das Display nur den Zent­ralbereich des aufzunehmenden Bildes, im Videomodus aber den kompletten Aufnahmebereich. Positiv wäre anzumerken, dass die Kamera schnell einsetzbar und gut handhabbar ist. Bei den Achterbahnfahrten fiel sie durch starkes Ruckeln und Verzerrungen an den Bildrändern bzw. durch verwackelte und übersteuerte Nachtaufnahmen auf. Unter Wasser war sie sehr unscharf. Einziges Modell im Test mit Kapazitätsanzeige für die Speicherkarte. Funkfernbedienung ohne Installation betriebsbereit. Anschluss für externes Mikrofon. Automa­tische Abschaltfunktion. ­Vergleichsweise kurze Akkulaufzeit. Umfangreiches Zubehör wird mitgeliefert. In der aktuellen Modellversion ist WiFi integriert.

Liquid Image X*)
Testurteil: durchschnittlich

Kamera in Form einer (voluminösen und schwergewichtigen) Skibrille. Diese Bauform ist praktisch, weil das Montageproblem entfällt. Allerdings sind die Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt (für Unterwasseraufnahmen erzeugt der Anbieter eigene Taucherbrillen). Beim Testmodell sprang beim Laden die LED-Anzeige nicht von Rot auf Grün um, wenn der Akku voll war. Der Akkustand selbst wird eingeblendet; bei voller Speicherkarte ertönt ein zweimaliges akustisches Signal, danach läuft die Kamera aber weiter und man kann den Speicherkartenstatus nicht erkennen. Die getönte Brillenscheibe bietet UV-Schutz, die klare nicht. Das Modell hat die längste Akkulaufzeit im Test und eine gute Tonqualität. Auch die Farbwiedergabe ist gut, bei schneller Fahrt kommt es aber zu starken Bildverzerrungen und die Abendaufnahmen sind nur bedingt brauchbar. Ohne WiFi.

*) XTREME Mod. 384

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
24 Stimmen
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Kommentare

  • Auswahl Actionkameras
    von REDAKTION am 10.04.2014 um 09:36

    Der VKI möchte eine möglichst breite Marktabdeckung erreichen. Fast jeden Monat kommen neue Produkte auf den Markt, daher ist es nicht möglich, alle Geräte auf dem Markt zu testen. Daher ersuchen wir Sie um Ihr Verständnis dafür, dass wir hier eine Auswahl treffen müssen. Dabei orientieren wir uns an der jeweiligen Bedeutung auf dem Markt.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Drift Ghost HD ??
    von halmchen am 02.04.2014 um 19:05
    Hab mich riesig auf den Test gefreut, weil ich mir eine Action-Cam kaufen will. Dementsprechend enttäuscht bin ich, dass die Drift Ghost HD, die in einigen Online-Testportalen als Sieger hervorgegangen ist, nicht unter den Testmodellen ist :-(
  • Testergebnis überrascht mich nicht, aber...
    von proandi am 02.04.2014 um 09:20
    Das Testergebnis überrascht mich nicht, da ich selbst vor einem Jahr die Qual der Wahl hatte und mich letztlich für die Contour +2 entschied. Darum kann ich mich den Test nur anschließen, außer: - bei mir war sehr wohl eine Bedienungsanleitung dabei, sogar eine relativ „schöne“. - die GoPro ist schon immer die teuerste Cam. In der Tabelle ist sie billiger als die Contour. Das kann nicht stimmen. - auch erwähnenswert: einige Cams haben GPS und Position/Kurs/Geschwindigkeit kann den einen oder anderen Actionfilmer wichtig sein.