KONSUMENT.AT - Ahnenforschung: Suche nach den Wurzeln - Bedeutung von Haus- und Hofnamen

Ahnenforschung: Suche nach den Wurzeln

Woher kommt mein Name?

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KONSUMENT 10/2020 veröffentlicht: 21.09.2020

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Vulgonamen als Besonderheit

Kurios sind die sogenannten Haus- und Hofnamen oder auch Vulgonamen, die oft stärker gebräuchlich waren (und sind) als die Familiennamen. In früheren Zeiten, als es noch nicht für alle Wege oder Gassen entsprechende Namen gab, waren sie so etwas wie die Adresse eines Bauernhofes oder Landgutes und wurden über viele Generationen weitergegeben. Bei der Einheirat eines Mannes in einen Bauernhof ging dieser Name auch auf ihn über. Ein Beispiel: Der Bauer Huber hatte nur eine Tochter, diese heiratete Anton Müller, der wiederum den Hausnamen annahm und fortan Anton Huber hieß; umgangssprachlich war er der „Huberbauer“.

Suche in Onlinedatenbanken

Mittlerweile gibt es einige Online-Datenbanken, die die Suche erleichtern. Doch auch hier gilt: Achtung auf die Schreibweise! So ist etwa der Hof der Familie Brandstetter in Ober­österreich auch unter den Namen Prandstöttnergut, Brandstöttergut und eben Brandstettergut in diversen Karten verzeichnet.

Zusammenhang mit Heimatgeschichte und Heimatkunde

Ahnenforschung ist gerade im Bereich der Namenkunde stark mit Heimatgeschichte und Heimatkunde verwoben. Bauernfami­lien prägten ganze Täler, historisches Erbe findet sich oft in kleinsten Regionalmu­seen, Stadtarchivare sorgen für ein lebendiges Geschichtsbild. Neben den Namen der Bauernfamilien helfen Details wie Berufe, aber auch Kaufpreise von Grundstücken oder landwirtschaftlichen Gütern beim Verständnis; genauso das Wissen um landwirtschaftliche Begriffe. Chroniken oder Zeitungsbeilagen sind wertvolle Quellen.

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