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Aluminium in Kosmetika und Lebensmitteln

Nicht nur in Deos oder Alufolie

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KONSUMENT 7/2014 veröffentlicht: 26.06.2014

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In welchen Kosmetika ist Aluminium enthalten?

Aluminiumverbindungen werden aufgrund ihrer schweißhemmenden Wirkung in Antitranspirants eingesetzt, die als Roller, Stick, Creme oder Aerosol zum Sprühen auf dem Markt sind. Aluminiumverbindungen finden sich auch als Farbpigmente in Lippenstift, in Form von Aluminiumfluorid in Zahnpasta oder als Beschichtung von Nanopartikeln in Sonnenschutzmitteln. Sie müssen auf der Verpackung deklariert werden.

Warum wird Aluminium in Antitranspirants eingesetzt?

Aluminium bewirkt, dass sich die Hautporen zusammenziehen und weniger Schweiß austreten kann. Zudem bilden Aluminium und Proteine auf der Haut einen Komplex, der für gewisse Zeit die Ausführgänge der Schweißkanäle blockiert. Deodorants enthalten ­normalerweise kein Aluminium, ihnen fehlt daher auch die schweißhemmende Wirkung.

Wird Aluminium in den Körper aufgenommen?

Aluminium wird über die Nahrung nur in geringen Mengen in den Körper aufgenommen. Bei gesunden Menschen wird der Großteil des Leichtmetalls über die Nieren ausgeschieden. Der im Körper verbleibende Anteil reichert sich im Laufe des Lebens vor allem in der Lunge und im Skelettsystem an. Bei Menschen mit Nierenerkrankungen, insbesondere mit chronischer Niereninsuffizienz, ist die Ausscheidung von Aluminium beeinträchtigt. So kann es zu erhöhten Anreicherungen im Körper kommen.

Wie viel Aluminium nehmen wir über Antitranspirants auf?

Bereits bei einer einmaligen täglichen Verwendung aluminiumhaltiger Antitranspirants kann die tolerierbare wöchentliche Aufnahme ausgeschöpft sein.

Was sollte man beachten, wenn man dennoch Antitranspirants benutzt?

Antitranspirants sollten möglichst nicht ­unmittelbar nach einer Rasur der Achseln aufgetragen werden. Auf geschädigten Hautbereichen sollte man keine aluminiumhaltigen Kosmetika auftragen.

Lesen Sie auch unseren Test: Deos und Antitranspirants 7/2014 Dort informieren wir in welchen getesteten Produkten Aluminium enthalten ist.

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Kommentare

  • Aluminium in Medikamenten
    von andrea.kiolbasa am 22.04.2017 um 09:24
    Ich bin grad dabei, wieder was für meine Gastritis nehmen zu müssen. Dabei kam das Gespräch mit meiner Ärztin auf Aluminium in den sog. Säureblockern. Gestern war in heute konkret das Thema Heilerde und da wurde beim Bullrich Heilerde eben bemängelt, dass da Aluminium drin ist. Aber als ich auf den Aluminiuminhalt meines jetzigen Medikaments Sucralfat Genericon schaute, ist da ja der Anteil eines 5ml Beutels schon 3x höher als die ganze Tagesdosis von Heilerde. Also ich fühle mich nicht wohl. Einerseits vermeide ich Aluminium in Kosmetik und Küche, andererseits lasse ich es zu Hauft in meinen Körper direkt. Bitte klären sie mich auf. Liebe Grüße Andrea K.