Auto-Rückruf

Vertuscht und eingespart

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Konsument 11/2000 veröffentlicht: 01.11.2000

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Vertuschung

Doch in der Praxis scheinen diese Erkenntnisse keinen großen Niederschlag zu finden. Reaktionen der betroffenen Firmen auf den Vertuschungsskandal deuten viel eher darauf hin, dass weiter gemauert wird. So hat die Unternehmensgruppe Bridgestone/Firestone noch zu einem Zeitpunkt von einer „freiwilligen“ Rückrufaktion gesprochen, als Ford sich bereits öffentlich von seinem Partner distanziert hatte und die Behörden bereits strafrechtliche Konsequenzen überlegten. Bei Mitsubishi wiederum begründete man die Vorfälle in Japan mit den Eigenheiten der japanischen Gesetzgebung. Wenn es sich um keine sicherheitsrelevanten Mängel handle, sei es nicht nötig, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wir meinen: Auch wenn Leib und Leben nicht unmittelbar gefährdet sind, hat der Konsument ein Recht auf Information. Die Nutzung eines defekten Fahrzeuges kann stark beeinträchtigt sein, der finanzielle Schaden für den Kunden beträchtlich.

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