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Autocrash

Wo der Schrecken Routine ist

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Konsument 1/1999 veröffentlicht: 01.01.1999

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Serienautos, nicht Prototypen

Es bedarf stundenlanger Vorbereitungen, bis ein Wagen gecrasht werden kann. Eine kleine Unachtsamkeit könnte fatale Folgen haben: Die Kosten für einen Crashtest belaufen sich – ohne Fahrzeugpreis – auf Hunderttausende Schilling; bis ein neuerlicher Versuch gestartet werden kann, würden Wochen oder Monate vergehen. Heute soll ein Frontalaufprall mit einem Ford Escort durchgeführt werden. Es ist bereits der zweite Test, da der Hersteller gegen das Ergebnis des ersten Einwendungen erhoben hatte. Solche Nachtests (auf Kosten des Herstellers) werden nur bei Vorliegen triftiger Gründe akzeptiert. In diesem Fall konnte Ford nachweisen, daß die neuen Modelle über eine verbesserte Sicherheitsausstattung verfügen.

Präparieren fast unmöglich

Die Automobilindustrie soll keinen Vorwand haben, um die Testergebnisse im nachhinein in Frage zu stellen. Der Grundsatz der Verbraucherorganisationen, Autos nur dort einzukaufen, wo sie jeder Konsument bekommt, wird damit zwar durchbrochen. Doch die Möglichkeit, daß der Hersteller einen speziell präparierten Prototyp zum Nachtest liefert, ist so gut wie auszuschließen, wie ein TRL-Techniker versichert. Einer von ihnen sucht die Produktionsstätte auf und wählt ein beliebiges Fahrzeug aus, das gerade vom Band rollt. Dieses muß unmittelbar darauf ausgeliefert werden, sodaß gar keine Zeit mehr bliebe, es zu präparieren.

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