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Autocrash

Wo der Schrecken Routine ist

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Konsument 1/1999 veröffentlicht: 01.01.1999

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Mittels Seilzug auf 64 Stundenkilometer

Kurz vor 15 Uhr ist es endlich soweit. Ein Stahlseil wird links und rechts an der Vorderachse befestigt. Es läuft in einer Schiene und gewährleistet, daß das Fahrzeug während der Beschleunigung fest in der Spur bleibt. Noch ein Blick auf die Handbremse – sie ist gelöst, die Zündung ist eingeschaltet. Jetzt läuft alles in die Halle, um den Crash mitzuverfolgen.

Das Startsignal ertönt, das Fahrzeug wird auf eine Geschwindigkeit von 64 Stundenkilometer beschleunigt. Kaum hat es den Halleneingang passiert, prallt es auch schon gegen den verformbaren Wabenblock aus Aluminium, der ein entgegenkommendes Fahrzeug simuliert. Die Fahrzeugfront trifft präzise mit 40 Prozent ihrer Gesamtbreite auf die Barriere auf, die Geschwindigkeit beim Aufprall beträgt 64,28 Stundenkilometer. Das Auto bohrt sich bis zur Fahrgastzelle in die Aluwaben und wird mehr als zwei Meter zur Seite geschleudert.

Viel mehr läßt sich in der Schnelligkeit nicht beurteilen, die Fahrgastzelle scheint kaum verformt, nur das Dach ist verbeult. Auch der Vertreter des Herstellers gibt sich gelassen. Doch dann hört man schon die aufgeregte Stimme eines Technikers, der den Crash am Monitor Revue passieren läßt. Deutlich ist da erkennbar, daß der Kopf des Fahrers nicht vom Airbag aufgefangen, sondern zur Seite geschleudert wird. Genaue Analysen werden noch Stunden in Anspruch nehmen. Zunächst darf nichts berührt werden, bis der Fotograf das Crashobjekt und seine Insassen von allen Seiten festgehalten hat. Nur die Glasscherben werden aufgekehrt...

PS: Wie es dem Crashkandidaten und seinen Konkurrenten (unter anderem Mercedes A-Klasse und Opel Astra) ergangen ist, erfahren Sie in der Februar-Ausgabe von „Konsument“.

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