KONSUMENT.AT - Bahnfahren mit dem Fahrrad - WESTbahn: 12 Fahrrad-Stellplätze pro Zug

Bahnfahren mit dem Fahrrad

Schikanen für Radler

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 21.03.2013

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In den Fernzügen des ÖBB-Konkurrenten WESTbahn gibt es zwölf Fahrrad-Stellplätze pro Zug. Die Fahrradmitnahme kostet fünf Euro. Eine Reservierung fürs Fahrrad wird empfohlen und ist auch online möglich.

Biking International

Biking International mit der internationalen Fahrradkarte um 12 Euro wird in einigen ­Zügen von Österreich nach Deutschland, Belgien, in die Niederlande, die Schweiz sowie nach Ungarn, Tschechien, Polen und zurück angeboten. Zu erkennen sind diese Züge im Fahrplan am Symbol „Fahrrad im schwarz hinterlegten Rechteck“.

Haus-Haus-Gepäck um 29,90 Euro

Wer nicht auf das eigene Fahrrad verzichten will, es aber nicht selber im Zug mitnehmen möchte, der kann es als Haus-Haus-Gepäck um 29,90 Euro (ab 10 Stück 24,90 Euro pro Rad) zustellen lassen. Zu buchen ist das bis zwei Tage vor der Abholung. Das Rad wird zu Hause abgeholt und an die genannte Zustell­adresse geliefert – von Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr, in Wien zusätzlich Mittwoch (wenn Werktag) bis 21 Uhr. Man erhält eine Banderole, die am Rahmen des Rades zu ­befestigen ist. Die ÖBB empfehlen, Räder verpackt zu übergeben.

Räder ausleihen

Radverleih betreiben die ÖBB keinen mehr. Die Organisation nextbike bieten jedoch Verleihstationen auch an Bahnhöfen (www. nextbike.at). Dazu muss man sich bei nextbike registrieren. Wer eine Vorteilscard besitzt, ­radelt die erste Stunde mit einem nextbike-Rad in Niederösterreich, dem Burgenland und Vorarlberg gratis (sonst um 1 Euro pro Stunde), und bezahlt für einen ganzen Tag 7 statt 8 Euro. Um diese Vergünstigung in Anspruch nehmen zu können, muss nextbike die ­Nummer der Vorteilscard mitgeteilt werden. Bei Neuanmeldung mit einer ÖBB-Vorteilscard ist die erste Fahrt (bis 24 h) im Wert von 8 Euro gratis. In Wien gibt es den Citybike-Rad­verleih, der etwa auch am Westbahnhof eine Station hat. Die Zillertalbahn bietet an ihren besetzten Bahnhöfen Leihräder.

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Kommentare

  • Bahnfahren - Schikane für Radler
    von Endlicher am 30.04.2013 um 23:03
    Sehr geehrte Damen/Herren! Mit Ihrem Beitrag "Bahnfahren - Schikane für Radler" haben Sie eine völlig zutreffende Überschrift über ein brisantes Thema gewählt, nur: Es ist noch wesentlich ärger, als in ihrem Beitrag dargestellt. Viel treffender lässt sich aus meiner Sicht die mangelnde Koordination der Österreichischen Verkehrspolitik gar nicht darlegen. Hiezu folgende Beispiele: 1.) Wollen Sie Ihr Fahrrad von Wien nach Graz im Zug mitnehmen, so bietet Ihnen www.oebb.at gerade einmal zwei tägliche umsteigefreie Zugverbindung an und diese zum Tarif "Intercitybiking". Voraussetzung, um an diese Information überhaupt heranzukommen, sind fortschrittliche Kenntnisse über das Eigenleben der ÖBB-Homepage, d.h. erstens Verbindung wählen, Antwort abwarten, dann Verbindung ändern, Fahrradtransport anklicken und beim Ticketangebot nicht enttäuscht sein, wenn für das Fahrrad nichts herauskommt. Die restlichen Verbindungen auf dieser Relation benötigen bis zu 3 Umsteigevorgänge und bedienen sich S- bzw. Regionalzüge, also vermutlich "Regiobiking" mit ganz anderen Regeln. 2.) Trotz diverser medialer Ankündigungen scheint bis dato kein einziger Railjet-Zug mit Fahrradtransportmöglichkeit ausgestattet zu sein mit dem Effekt, dass zahlreiche Relationen nur sehr selten und ungleich über den Tag verteilt angeboten werden, z.B. jene über den Arlberg. 3.) Im Gegensatz zu www.bahn.de, wo (für Deutschland) die dort in Verbünden festgelegten Tarife für den Fahrradtransport rasch überschaubar sind, herrscht in Österreich hiezu völliges Chaos: www.vor.at nennt zum Teil Verhaltensregeln, die definitif falsch sind (z.B. Queraufstellung des Fahrrads in allen Zügen) und Fahrausweise für Einzelfahrten, die laut www.oebb.at nicht verfügbar sind usw. Im konkreten Fall einer Einzelfahrt innerhalb der Kernzone Wien hat der Besitzer einer VC Classic und einer Jahreskarte für die VOR-Kernzone somit folgende Alternativen: - Gratisfahrt mit der U-Bahn, jedoch nicht während der Verkehrsspitzenzeiten(,was sicher praxisgerecht ist, erfahrungsgemäß teilweise auch vollzogen wird und internationalen Vergleichen standhält). - Einzelfahrt mit allen Zügen der S-Bahn, REX usw. zu allen Zeiten um € 2.50. gemäß ÖBB-Hp., Halbpreiseinzelfahrkarte um €1.00 gemäß VOR-Hp. oder Gratismitnahme gemäß Wienerlinien-Hp.auch in der S-Bahn. D.h. in manchen Relationen kostet das Fahrrad somit deutlich mehr als die Einzelfahrt einer Person! Wie man an ein solches Ticket - falls erforderlich - kommt, ohne sein Fahrrad dem Diebstahlrisiko auszusetzen oder den Verkaufsautomaten "anzukratzen" blieb mir bisher verschlossen. Die Frage, wozu in den vergangenen Jahren hunderte Nahverkehrszüge mit Mehrzweckabteilen ausgestattet bzw. beschafft wurden, bleibt zumindest aus Sicht des Fahrradkunden angesichts dieser Tarifschikanen in die Kategorie der Schildbürgerstreiche einzuordnen. Vor wenigen Jahren, als noch klassische IC-Garnituren ohne Flugzeugallüren zwischen Wien und Graz verkehrten, hatte man immerhin noch die Alternative zwischen stündlichen Direktzügen mit Fahrradtransporteinrichtung, die aber vom Fahrplan her keine Fahrrädern beförderten und solchen, wo dies gerade umgekehrt war... Da unsere Verkehrspolitik aus meiner Sicht dringend Abwechslung zu Parkpickerl und Rettungsgasse benötigt, sei sie herzlich eingeladen, sich dringend diesem Thema anzunehmen.