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Crashtest Minivans

Die Schwächen der Großen

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Konsument 7/1999 veröffentlicht: 01.07.1999

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Intakte Fahrgastzelle nach Frontalcrash

Bei Renault Espace und Toyota Picnic blieb die Fahrgastzelle nach dem Crash stabil, die Airbags funktionierten gut. Höhere Verletzungsgefahr droht dem Oberschenkel und dem Knie des Fahrers, bedingt durch harte, nicht gepolsterte Teile im Bereich der Lenksäule. Renault ist der einzige, der auch Unterschenkeln und Füßen guten Schutz gewährt. Der Fußraum ist ja jener Bereich, der den meisten Automobilherstellern große Probleme bereitet. Auch scheinbar stabile Fahrgastzellen werden im Fußbereich oft stark zusammengestaucht.
Einigermaßen sicher ist auch der Peugeot 806, wenngleich die Fahrerkopfstütze aus dem Wagen geschleudert wurde. Eine geringe Stabilität der Fahrgastzelle muß dagegen VW Sharan und dem (ganz neu auf dem Markt befindlichen) Space Wagon von Mitsubishi attestiert werden. In beiden Fällen traf der Kopf des Fahrer-Dummies auf den Airbag, bevor dieser ganz entfaltet war. Den Serena von Nissan zeichnen zwar geringe Belastungswerte zumindest für Kopf und Brust aus. Die deutliche Stauchung der Fahrgastzelle gibt allerdings zu denken. In einer etwas anderen Unfallsituation könnte das Ergebnis viel schlechter ausfallen. Die Türsäule wurde aus der Schwelle gerissen, der Gleitmechanismus des Beifahrersitzes versagte, der Sitz wurde beim Aufprall ganz nach vorne geschoben.