Elektroautos

Ökologisch sinnvoll?

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KONSUMENT 3/2016 veröffentlicht: 25.02.2016, aktualisiert: 05.05.2016

Inhalt

Zahlreiche ­unterschiedliche Fördermodelle sollen dem Absatz von ­Elektroautos Schwung verleihen. Aber sind sie überhaupt ­ökologisch sinnvoll?

Mittlerweile hat der Handel schon einige rein elektrisch betriebene Autos im Angebot. ­Neben regional unterschiedlichen Förderungen lockt der Fiskus mit Mehrwertsteuer-Befreiung für Unternehmen und Befreiung vom Sachbezug für die private Nutzung des Dienstwagens.

Umweltbelastung: Reines Gewissen?

Aber immer noch gilt für den Hausgebrauch: Elektroautos sind relativ ­teuer, wenn man sie mit herkömmlich angetriebenen Einstiegsmodellen vergleicht. Bezogen auf eine ähnliche Ausstattung ist der Unterschied schon nicht mehr so groß. Doch gewisse Mehrkosten und Unsicherheiten bleiben – vor allem, was die Haltbarkeit der Batterien angeht und den Wertverlust, sollte man das Auto auch wieder einmal verkaufen wollen. Im Gegenzug erhält man ein reines Gewissen, was die Umwelt angeht – wird gesagt. Aber stimmt das überhaupt? Es gibt auch Daten und Fakten, die daran zweifeln lassen.

Argumente gegen das Elektroauto

Die Argumente gegen das Elektroauto sind zahlreich, und einige von ihnen stimmen auch; aber meistens nur, solange man sie isoliert betrachtet. Hauptkritikpunkte sind einerseits die vielen teils raren Rohstoffe, die für die Batterien benötigt werden und einen hohen Energieverbrauch bereits bei der ­Herstellung verursachen, und andererseits die Tatsache, dass der Strom fürs Fahren zu ­einem erheblichen Teil aus Gas- und ­Kohlekraftwerken oder gar aus AKWs stammt.

­Energie­politik soll sich ändern

Aus diesem Problemfeld lassen sich jede Menge schlagender Killerargumente gegen die Elektro­mobilität zusammenstellen. Sie würden aber nur zutreffen, wenn die ­Energie­politik der vergangenen fünfzig Jahre wie bisher weitergeführt ­würde. Doch ­genau die soll sich ja ändern, und das Elektroauto soll einen wesent­lichen Beitrag dazu leisten.


Lesen Sie auch  Elektroautos 4/2016 .

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Kommentare

  • Elektroautos
    von Martin G Rainer am 09.01.2018 um 13:37
    Sie werden es ahnen, auch ich fahre ein Elektroauto, die Argumente Elektro versus Verbrenner sind ja hinlänglich bekannt und wurden im Artikel Elektroauto vernünftig gegenübergestellt. Was mir fehlt ist der Hinweis das ein Elektroauto am besten in der Nacht mit Öko - Strom geladen wird ( lt. einschlägigen Artikeln waren 2017 in Deutschland 146 Nächte im Großhandel in denen der Strom zum Nulltarif geliefert wurde ( oder man hat für die Abnahme des Überschussstroms sogar etwas bezahlt bekommen ), hier wäre für ein Energieunternehmen mit Hausverstand ein gutes Geschäft zu machen, in den Nachtstunden mit den geringsten Verbräuchen den Strom zum Teil gratis beziehen oder dafür bezahlt bekommen und den Stromtarif für die Ladung der Elektroautos stark senken ( ähnlich der Elektroheizung mit Nachtspeicheröfen ). Vielleicht könnte es auch einen Artikel dazu im Konsument geben !!
  • Verbrenner-Motor wird zur Fehlinvestition
    von petzi am 27.02.2017 um 19:45
    Heutzutage noch eine neues Auto mit einem Verbrenner-Motor zu kaufen würde ich als klare Fehlinvestition einstufen. Fahre schon seit Jahren ein Elektro-Auto und würde nie mehr gegen die fossile Variante samt Uralt-Technologie tauschen. Und insbesondere in Österreich sind die Voraussetzungen optimal, dass E-Autos mit einer sehr guten Energiebilanz betrieben werden können.
  • Elektroautos
    von aha987 am 26.02.2016 um 16:17
    Ich fahre seit eineinhalb Jahren ein reines Elektroauto und bin bis heute total zufrieden. Wir haben das Auto als Zwietwagen angeschafft und fahren jetzt aber sicher 90 % damit. Klar muss man vorher nachdenken wann man wieweit fahren will. Allerdings sind mittlerweile die Schnellladestationen so weit ausgebaut dass die Reichweite (ca. 120 km) kein Thema mehr ist. Der Strom für mein Auto kommt im Normalfall aus meiner eigenen Photovoltaikanlage, also auch CO2-neutral. Die Versicherung ist um einiges billiger als für ein normales KFZ und der Anschaffungspreis ist wenn man die Ausstattung vergleicht fast derselbe. Wenn man dann noch bedenkt dass ein Auto ca. 90 % des Tages sowieso steht und in dieser Zeit also immer geladen werden kann stellt sich die Frage warum nicht schon mehr Elektroautos auf Österreichs Straßen zu sehen sind.
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