Elektroräder

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KONSUMENT 8/2011 veröffentlicht: 22.07.2011

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Testkriterien

Im Gemeinschaftstest mit der Stiftung Warentest und ADAC untersuchten wir 11 Elektrofahrräder (Pedelecs), davon 6 Alu-Komforträder (tiefer Rahmendurchstieg) und 5 Alu-Trekkingräder mit Diamantrahmen (Herrenrahmen).

Praktische Prüfung

4 Männer und 3 Frauen fuhren auf unterschiedlichen Strecken (bergauf und bergab) und beurteilten unter anderem Fahrverhalten (auch mit Gepäck), Komfort (u. a. Sitzposition, Federungsverhalten), Wendigkeit und Schaltung. Beurteilt wurden auch das Anfahren und das Fahrverhalten ohne Motorunterstützung.

Antriebssystem und Motor

Die Reichweite wurde von einem Fahrer (ca. 80 kg) auf zwei Teststrecken in der Praxis und auch durch Nachfahren der Strecke auf einem Prüfstand mit mittlerer und hoher Last ermittelt. Die Testpersonen beurteilten das Ansprechverhalten und Motorunterstützung u. a. anhand der Dosierung der Unterstützungsstufen und dem Abregel- und Anfahrverhalten des Motors. Die Ladedauer des Akkus wurde bis zum selbstständigen Abschalten gemessen; die Fahrgeräusche durch die Testpersonen.

Technische Prüfung

Dauerprüfung von Gabel, Lenker & Vorbau, Sattelstütze und Rahmen mit in Fahrversuchen ermittelten Lasten über 20.000 km.
Bremsen: Wirkung geprüft auf dem Prüfstand trocken und nass in Anlehnung an DIN EN 14764 (März 2006); weiters auf Grund praktischer Erfahrungen der Probanden.
Elektrische Sicherheit der Fahrräder wurde in Anlehnung an Prüfgrundsatz für Sicherheit von Pedelecs EK 2 von Mai 2010 der ZLS und DIN EN 15194 (Juni 2009) geprüft, darunter u. a. Elektromagnetische Verträglichkeit (Störsendung und Störfestigkeit) und Steuerungen in Anlehnung an EN 13849 Level C. 
Ladegerät: Prüfung des Ladegeräts in Anlehnung an DIN EN 60335-2-29 (2004) und Prüfung der Akkuzellen in Anlehnung an DIN EN 62133 (September 2003) auf Kurzschluss, Quetschen, Überladen und Tiefentladen.
Sicherheit: Weitere Sicherheitsaspekte beinhaltet u. a. Abzugskräfte der Lenkergriffe, Abstand Pedal-Vorderrad und ausgewählte Punkte der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (Mai 2006) wie Start des Rades bei statischer Pedalkraft.
Licht: Fahrbahnausleuchtung, Erkennbarkeit der Reflektoren und Reflexbereifung sowie Einhaltung der STVO. Haltbarkeit weiterer Bauteile auf einem Rollenprüfstand in Anlehnung an Prüfgrundsatz der ZLS über 450 km mit über 1.000.000 Impulsen durch Holperleisten in verschiedener Höhe und unterschiedlicher Geschwindigkeit. Verarbeitung: u. a. Lackierung und Spurversatz sowie Verlegung der Züge.

Handhabung

Die Bedienungsanleitung wurde von einem Experten hinsichtlich Sicherheits- und Warnhinweisen beurteilt, die Testpersonen beurteilten u. a. den logischen Aufbau, Verständlichkeit und Gestaltung der Bilder. Die Testpersonen beurteilten Einstellen und Anpassen von u. a. Vorbau, Lenker und Sattel  sowie die Bedienelemente und Anzeigen u.a. durch Sinnhaftigkeit und Ablesen der Anzeige (auch bei Dunkelheit).

Der Prüfpunkt "Akku" beinhaltet u. a. Entnehmen und Einsetzen sowie Anschluss ans Ladegerät. Bei der Prüfung des Tragens wurde das Transportieren über Hindernisse,  z.B. Treppen geprüft. Ein Experte beurteilte das Reparieren, u.a. den Ausbau der Laufräder und Schlauchwechsel.

 

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Energieverbrauch bescheiden?
    von irmgardp am 01.08.2011 um 19:40
    5000 km mit 0,3 Quadratmetern Solarpanels - aber kommt nicht für die meisten der Strom aus der Steckdose? und wir sollten Strom sparen?
  • max. Leistung eMotor
    von fian am 29.07.2011 um 21:25
    lt. KFG sind nicht 250 sondern stolze 600 Watt Motorleistung zulässig. Die Geschwindigkeit ist tatsächlich auf max. 25 km/h beschränkt: Nachzulesen hier: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/4/Seite.280200.html
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