Fahrradhelme

Sicherheit hat immer Saison

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KONSUMENT 5/2012 veröffentlicht: 26.04.2012

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Raster- oder Schnappverschluss

Beim Befestigen des Riemens bieten Rasterverschlüsse einen gewissen Vorteil gegenüber den herkömmlichen Schnappverschlüssen, weil sie jederzeit variabel sind. Auch der Magnetverschluss von Nutcase bietet diesen Vorteil nicht. Das System von Casco (Quick-Loc) kann nach dem Schließen relativ leicht über die Änderung der Kinnriemenlänge angepasst werden.

Im Hinblick auf die Riemen ist auch die Brille ein Thema. Abhängig vom genauen Befes­tigungsort der Riemen am Helm kann man die Brillenbügel entweder über die Riemen geben oder unter ihnen durchschieben. Hier ist die Gefahr dann sehr groß, dass die ­Riemen auf die Bügel drücken, was für den Träger auf ­Dauer zur Qual wird.

Spürbare Unterschiede beim Gewicht

Das Gewicht der Fahrradhelme ist übrigens auch nicht zu unterschätzen. Im Test schwankt es bei den Helmen für Erwachsene zwischen rund 250 und 500 Gramm und bei denen für Kinder zwischen 200 und mehr als 400 Gramm. Das sind spürbare Unterschiede.

Die Geräuschwahrnehmung wird durch die Helme generell nicht in Mitleidenschaft gezogen, da die Ohren ja frei liegen.

Reflektierende Materialien erhöhen Sicherheit

Damit ein Helm nicht nur Schutz bei einem Unfall bietet, sondern allgemein zur Erhöhung der Sicherheit beiträgt, sollte er vom Hersteller mit reflektierenden Materialien versehen sein oder eine Zusatzbeleuchtung eingebaut haben.

Achtung – eine solche Helmbeleuchtung ersetzt nicht die in der Straßenverkehrsordnung bei Dunkelheit und schlechter Sicht geforderte Fahrradbeleuchtung, die am Fahrrad befestigt sein muss. Bei Kinderhelmen empfiehlt sich weiters die Wahl einer auffälligen Farbe, um auch bei Tag die Sichtbarkeit zu erhöhen. Natürlich darf man beim Nachwuchs auch den „Coolnessfaktor“ nicht übersehen.

Kennzeichnung

Abschließend ein Wort zur Kennzeichnung der Helme – laut Norm EN 1078 muss ein Helm folgende Hinweise tragen: Nennung der Norm EN 1078, Herstellername, Modellbezeichnung, Einsatzbereich (für Fahrrad, Skateboard, Rollschuhe), Größe, Gewicht, Herstellungsjahr und -quartal, Risikoanweisung (= Hinweis zur korrekten Verwendung).

Sind diese Kriterien erfüllt, dann ist damit bestätigt, dass der jeweilige Helmtyp der Norm EN 1078 entspricht. Es bedeutet aber nicht, dass jeder einzelne Helm der Serie ­getestet wurde, was die Wichtigkeit unabhängiger Tests unterstreicht.

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