Fahrradhelme

Sicherheit hat immer Saison

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KONSUMENT 5/2012 veröffentlicht: 26.04.2012

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Testkriterien

Im internationalen Gemeinschaftstest unter Federführung der Stiftung Warentest: 16 Fahrradhelme für Erwachsene sowie 15 Helme für Kinder.

Technische Prüfung. Prüfungen angelehnt an Entwurf DIN EN 1078 (Juli 2011), teilweise mit höheren Anforderungen.

  • Stoßdämpfung mit passendem Prüfkopf in einer Fallmaschine. Aufprall aus ca. 1,5 m Höhe auf flachen und kantigen Stahlsockel (bei Nichtbestehen auf kantigen Sockel zusätzlich auch aus ca. 1,1 m Höhe). Prüfung bei –20 °C und +50 °C sowie gealtert und beregnet. Aufprall im vorderen, oberen, seitlichen und hinteren Bereich.
  • Abstreifsicherheit: Mit einem 10-kg-Gewicht wurde versucht, den geschlossenen Helm nach vorn und hinten vom Prüfkopf zu ziehen.
  • Belastbarkeit von Riemen und Schloss: Dynamische Prüfung von Riemen und Schloss mit 4-kg-Gewicht am geschlossenen Gurt. Bleibende Verformung wurde ermittelt.
  • Erkennbarkeit im Dunkeln: Zwei Experten beurteilten, wie der Helmträger von der Seite bzw. von hinten bei Dunkelheit zu erkennen ist.

Praktische Prüfung. Gebrauchsanleitung: Insbesondere Lesbarkeit und Sicherheitshinweise wurden von einem Experten beurteilt. 6 Männer und 2 Frauen (erfahrene Freizeitsportler) sowie 4 Kinder mit Unterstützung der Eltern beurteilten Anpassen, Aufsetzen, Absetzen. Weiters das Verstellen des Gurtsystems beim Transport (z.B. Anhängen am Rucksack) sowie den Tragekomfort (insbesondere Passform und Kinnriemen), das Schloss (u.a. Kratzen, Funktion des Schlosses) und das Sichtfeld. Die Belüftung wurde während des Fahrens (nur Erwachsene) und durch Thermografie bestimmt.

Hitzebeständigkeit. Nach vier Stunden Erhitzen auf 75 °C und Abkühlung auf Raumtemperatur wurden z.B. Farb- und Materialveränderungen an Verklebungen der Pads oder der äußeren Schale beurteilt. Gleiche Prüfung auch bei 75 °C und ca. 95 % Luftfeuchtigkeit.

Schadstoffe. Materialien, die mit der Haut in Kontakt kommen (z.B. Riemen und Pads), wurden auf PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) in Anlehnung an ZEK 01.2-08, Phthalate (Weichmacher), zinnorganische Verbindungen und problematische Flammschutzmittel untersucht. Krebserzeugende und allergisierende Farbstoffe wurden keine gefunden.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo