KONSUMENT.AT - Fahrverbote in italienischen Städten - Im Vorfeld nach Verbotszonen erkundigen

Fahrverbote in italienischen Städten

Die Zonen-Falle

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KONSUMENT 6/2017 veröffentlicht: 24.05.2017

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Im Vorfeld informieren

Der Experte empfiehlt auch, bereits im Vorfeld abzuklären (entweder im Internet oder über eine direkte Anfrage), ob das Hotel, in dem man übernachtet, beziehungsweise der zugehörige Hotelparkplatz in einer Verbotszone liegt. Trifft dies zu, sollte man das Hotel informieren, dass man eine entsprechende Genehmigung benötigt. Das Hotel sorgt dann dafür, dass Autokennzeichen und Aufenthaltszeit bei der Behörde registriert sind. „Sollte die Anmeldung nicht rechtzeitig erfolgt sein und pickt ein Strafzettel am Auto oder bekommt man später einen Bußgeld­bescheid per Post, muss man den Hotel­aufenthalt nachträglich belegen können. Bewahren Sie deshalb die Hotelrechnung oder die Buchungsbestätigung sicherheitshalber auf“, sagt Reinhold Schranz.

Automatische Erfassung

Wer unberechtigt in eine „zona a traffico limitato“ einfährt, begeht einen Verstoß gegen die italienische Straßenverkehrsordnung und muss mit einer Strafe rechnen. In vielen Städten werden einfahrende Fahrzeuge durch Überwachungskameras erfasst, es wird automatisch überprüft, ob für das entsprechende Kennzeichen eine Einfahrtsgenehmigung vorliegt oder nicht. In kleineren Gemeinden werden Kontrollen von der örtlichen Polizei vorgenommen. Bei jeder verbotenen Einfahrt in die ZTL wird eine Geldstrafe in Höhe von mindestens 80 Euro verhängt. Stellt man das Auto in der Zone ab, droht zusätzlich eine Strafe für unerlaubtes Parken.

Hat man vor Ort einen Strafzettel erhalten und sind darauf keine Überweisungsdaten (BIC und IBAN) angegeben, kann man versuchen, die Strafe an der örtlichen Polizeistation zu begleichen beziehungsweise die fehlenden Daten ausfindig zu machen. Eine andere Möglichkeit ist, auf die postalische Zustellung der Strafverfügung zu warten. Diese Zustellung muss eingeschrieben und innerhalb von 360 Tagen nach dem Übertretungszeitpunkt erfolgen. Danach gilt die Strafe als verjährt und kann mit einem Einspruch beim zuständigen Präfekten oder Friedensrichter zurückgewiesen werden.

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