Kfz-Eigenimport

Kein Lehrgeld zahlen

Seite 1 von 3

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 7/2016 veröffentlicht: 23.06.2016

Inhalt

Die Europäischen Verbraucherzentren haben alles Wissenswerte zum Thema Eigenimport von Kraftfahrzeugen zusammengetragen.

Wer ein Auto aus dem Ausland importieren will, wird häufig mit jeder Menge unerwar­teter Hürden konfrontiert. Laut einer EU-weiten Umfrage verläuft nur bei 14 Prozent der Eigenimporte alles nach Wunsch. Als bei Weitem häufigstes Problem wurden Schwierigkeiten mit der Behörde bei der Registrierung genannt, gefolgt von der doppelten Zahlung der Mehrwertsteuer.

Studie zum Gebrauchtwagenkauf

Um möglichst wenig Lehrgeld zu zahlen, ist es wichtig, sich zuvor umfassend zu in­formieren. Die Europäischen Verbraucherzentren haben nun die umfangreiche Studie: Autokauf in der EU veröffentlicht, in der praktische Tipps für ­jede Stufe – von der Informationssammlung bis zur Registrierung daheim – geboten ­werden. Sie bezieht sich auf Neu- und ­Gebrauchtwagen bzw. -motorräder aus ­EU-Staaten (sowie Norwegen und Island). Eigenheiten jedes einzelnen Landes werden berücksichtigt.

Informationen einholen

Verlockenden Angeboten im Internet oder in Inseraten sollten Sie mit Vorsicht begegnen. Nur allzu oft werden nicht verkehrstaugliche oder gestohlene oder gar nicht existente Fahrzeuge angeboten. Versuchen Sie daher, so viel Informationen über das Fahrzeug und den Verkäufer zu bekommen wie möglich.

Das gilt besonders für Gebrauchtwagen­käufe. Seriöse Firmen geben Informationen über sich preis; Firmenadresse, Kontaktdaten usw. sind auf ihrer Homepage ersichtlich. Auch die Qualität des Fahrzeuges gilt es zu prüfen. Verlangen Sie Auskunft darüber, wann die letzte Inspektion stattgefunden hat und wann die nächste fällig ist.

Vor Ort überprüfen lassen

Dringend anzuraten ist, einen Gebrauchtwagen vor dem Kauf überprüfen zu lassen – durch den lokalen Automobilclub oder einen unabhängigen Experten. Es bedarf dazu des Einvernehmens mit dem Verkäufer, die Kosten muss der Kaufinteressent tragen.

Nicht in allen Staaten ist ein schriftlicher Kaufvertrag erforderlich. Doch Sie benötigen einen solchen auf jeden Fall für die Registrierung daheim. Grundsätzlich gilt: Unterschreiben Sie keinen Vertrag, den Sie nicht verstehen.

Mit Kreditkarte zahlen

Vorauszahlungen sollten nie bar oder per Überweisung erfolgen. Am wenigsten riskiert man mit einer Kreditkartenzahlung – ungerechtfertigt abgebuchte Beträge können rückerstattet werden. Abgesehen von der Betrugsgefahr gibt es auch gesetzliche Obergrenzen für Bargeldzahlungen. Im Zweifelsfall sollten Sie lieber auf einen Kauf ver­zichten, als etwas zu riskieren.

 

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen der "Action 670702 – ECC-NET AT FPA", für welche das Europäische Verbraucherzentrum Österreich Förderungen aus den Mitteln des Verbraucherprogramms der Europäischen Union (2014–2020) erhält.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
16 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Link repariert
    von REDAKTION am 28.02.2017 um 13:50
    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Link repariert. Ihr KONSUMENT-Team
  • link
    von emma13 am 28.02.2017 um 10:22
    der link zur studie funktioniert nicht..... ich denke das ist der korrekte: http://europakonsument.at/de/page/grenzueberschreitender-autokauf
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo