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Klangdesign

Musik der Motoren

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Konsument 2/2000 veröffentlicht: 01.02.2000

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Ein sattes, dezentes „Whoof“

Was so einfach klingt, ist mit hohem technischen Aufwand verbunden. Der gute Klang ist ein Luxus, den man bezahlt: „Wenn man bei einem Auto um eine Million Schilling die Türe zufallen lässt, darf das nicht irgendein Geräusch sein, das scheppert oder nachklingt. Es muss ein sattes, aber dezentes ,Whooff’ machen, das auch das Gefühl der Sicherheit vermittelt: Die Türe ist zu und beschützt mich.“
Vom Schleudergeräusch bei Waschmaschinen kommt Dr. Pflüger schließlich zur Mutter aller
Sounddesigns: „Harley Davidson wollte sich seinen Klang patentieren lassen, was aber nicht genehmigt wurde. Zum Glück für die anderen Motorradhersteller. Dieses Motorrad hat Kultstatus vor allem durch den Sound, den bisher noch niemand nachmachen konnte.“ Harley Davidson ist noch einen Schritt weiter: Für den eingefleischten Harley-Fan muss das Gerät bei Standgas so vibrieren, dass es die Plomben aus dem Gebiss beutelt. Beim kleinsten Dreh am Gasgriff geht das Vibrieren allerdings in ein kraftvolles, gleichmäßiges Laufen über. Eine Kunst, die nur Harley Davidson beherrscht, fügt Dr. Pflüger anerkennend hinzu.

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