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Starke Navi-Babys

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 15.12.2010

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Dauerplaudern erlaubt!

Gleichzeitig hat sich die Sprachkompetenz in einem anderen Punkt erweitert, der im erzieherischen Alltag meist nicht so geschätzt wird: das Dauerplaudern. Bei den Navis ist diese Fähigkeit jedoch durchaus hilfreich. Statt der stupiden und knappen "An der nächsten Kreuzung links"-Ansage vermögen nahezu alle Navis heute beispielsweise auch den Straßennamen anzusagen, was vor allem in unübersichtlichen Situationen hilfreich sein kann (lediglich a-rival und das Smartphone von Apple zeigen sich hier noch etwas maulfaul).

Spurassistent wird Standard

Gleiches gilt für den Spurassistenten, der sich beispielsweise zuschaltet, um den Gordischen Knoten eines Kreuzungs-Wirrwarrs zu durchschlagen, oder der einen die richtige Spur für die nächste Autobahnabfahrt finden lässt. Nicht nur jener Teil des Menschengeschlechts, der sich schon mit der grundlegenden Unterscheidung zwischen links und rechts etwas schwertut, wird durch die Einblendung einer entsprechenden grafischen Detaildarstellung wertvolle Hilfestellung erfahren. Sie nimmt Anweisungen wie "Halten Sie sich halb links, wechseln Sie dann zur Mitte und nehmen Sie anschließend die linke Fahrbahn der rechten Richtungsspur" ihren Schrecken. Nur die Smartphones von Apple und HTC bieten keine diesbezügliche Unterstützung. Dafür aber einen eingebauten Kompass, der wohl eher der Groborientierung dienen dürfte ("Zum Nordpol halten Sie 5.326 km Nordnordost").

In der Praxis hilfreicher dürfte das Gyrometer sein, das sich allerdings nur beim Testsieger Medion X4545 findet. Während "reale" Kinder kaum noch mit diesem Objekt spielen, welches – wie archäologische Funde belegen – zu den ältesten Spielzeugen der Welt gehört, führen es Navi- Techniker durch die Hintertür zumindest wieder in den Alltag der Großen ein: den Kreisel (griechisch: gyro). Sehr vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um ein Kreiselinstrument, das in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit den zurückgelegten Weg auch dann (eine Zeit lang) weiter berechnet, wenn kein Satellitenempfang mehr besteht, etwa in engen Häuserschluchten oder in einem Tunnel.

Durchschnittlich für Radfahrer und Fußgänger

Und da Mobilität ja nicht auf die Fortbewegung mittels Kfz beschränkt ist, stellt sich auch die Frage: Was vermögen die Navis für Fußgänger und Radfahrer zu leisten? Die Antwort darauf lautet in vielen Fällen: nur "Durchschnittliches". Fußgänger, die zur Überquerung der Autobahn angeleitet werden, Radfahrer, die man im Kreis schickt, werden wohl wenig Freude mit den elektronischen Pfadfindern haben. Zumal auch die Akku-Kapazität bei den meisten Navis nicht dafür ausreicht, längere Zeit von der "Nabelschnur", der Verbindung zur Autobatterie, getrennt zu sein.

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Kommentare

  • Tomtom Navi Software
    von diefeder am 30.10.2011 um 03:49
    Ich habe seit 2009 ein Tomtom Navi, jetzt wurde eine neue Software für meinen Apple Computer zum Download angeboten. Ich habe die neue Software sofort installiert sowie meine Karte aktualisiert. Zu meiner Überraschung musst ich wieder feststellen, dass mit Mac OS X die Funktion "mit meinen ONE XL arbeiten" nicht verfügbar ist. Das gilt für die alte und die neue Software. Ich habe Tomtom geschrieben und die sagten mir, dass es ein Installationsfehler sei. Natürlich wieder alles gelöscht und neu installiert. Aber nix da. Diese Funktion geht einfach nicht unter Mac. Wieder ein Mail geschrieben und Tomtom schreibt in einem Rückmail, dass sie versuchen diesen Fehler zu beheben. Dieser Satz kommt mir bekannt vor, von der vorhergehenden Version. Schade.
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