KONSUMENT.AT - ÖBB - Mehr Rechte für Bahnkunden - Die EU drängt auf Entschädigung

ÖBB

Der anspruchslose Bahnkunde

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Konsument 2/2004 veröffentlicht: 15.01.2004

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Mehr Rechte für Bahnkunden - Die EU drängt auf Entschädigung

Die EU will die Unverbindlichkeit der europäischen Bahnen bei der Erbringung ihrer Leistungen nicht länger dulden und hat ihnen die Rute ins Fenster gestellt: Wenn sie sich nicht bald auf ein freiwilliges Modell einigen, wie sie ihre Fahrgäste bei Verspätungen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr entschädigen, will die EU-Kommission den europäischen Bahngesellschaften Ersatzleistungen vorschreiben.

Entschädigung für Verspätung. Ende des Jahres 2002 hat sie in einem Konsultationspapier skizziert, wie sie sich eine solche Vorschrift vorstellt: 50 Prozent Fahrpreiserstattung, wenn ein Schnellzug bei einer zweistündigen Reise mehr als eine halbe Stunde Verspätung hat, voller Fahrtkostenersatz ab einer Stunde Verspätung. Und Haftung für Folgekosten (etwa Übernachtung wegen Verspätung) bis zu 5500 Euro. Und die Behauptung, dass der jeweilige ausländische Partner Schuld sei, soll auch nicht länger als Entschuldigung gelten. Die freiwillige „Charta für Bahnkunden“, die solche konkreten Entschädigungsregeln festschreiben soll, wird derzeit von der Gemeinschaft der Europäischen Eisenbahnen CER verhandelt. Sie soll bis April 2004 vorliegen. Man darf gespannt sein, wie streng diese selbst auferlegten Regeln tatsächlich ausfallen werden. Und darf wohl auch davon ausgehen, dass eine solche internationale Selbstverpflichtung auch für den innerösterreichischen Bahnverkehr nicht ohne Folgen bleiben wird.

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