ÖBB: Zug rollt

Arm eingezwickt

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Konsument 6/2010 veröffentlicht: 19.05.2010

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Beträchtliche Gefahr

Sie liegen vollkommen richtig mit der Analyse, dass die Türeinstiege bei öffentlichen Verkehrsmitteln eine beträchtliche Gefahr darstellen. Die Wiener Linien sind aber kein positives Beispiel. Ein Spiegel ist kein Sicherheitsgewinn, sondern bloß eine Alibiaktion, um im Fall des Falles jegliche Verantwortung auf den Fahrer abzuwälzen, und deswegen als Sicherungsmaßnahme in Deutschland verpönt und unzulässig.

Technisch gesehen ist die Sache einfach lösbar. Niemand würde mehr durch kraftbetriebene Türen gefährdet werden, wenn die Behörde nur dann nicht einsehbare kraftbetriebene Türen ohne Aufsichtspersonal (Zugbegleiter, Stationsaufsicht …) genehmigen würde, wenn der Betreiber die einwandfreie Funktionsweise über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges sicherstellen kann.

Zum anderen hätte die Behörde nach Gefährdungen und/oder Unfällen von den Betreibern Maßnahmen einzufordern, die eine Wiederholung verhindern. Übrigens wurde den ÖBB im Dezember vorigen Jahres durch das BMVIT eine Ausweitung des so genannten 0:0 Betriebes (Türschließung ohne augenscheinliche Überwachung) per Bescheid genehmigt.

Daher handelt es sich bei derartigen Vorfällen nicht um einen „bedauerlichen Zwischenfall“, sondern um einen lupenreinen Skandal!

Roman Hebenstreit
Gewerkschaft vida
Wien
(aus Konsument 8/2010)

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