Xenonlicht

Blendend blau

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Konsument 1/2000 veröffentlicht: 01.01.2000

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Die Bauform ist schuld

Entwarnung gibt die Studie für die Augen: Damit die sichtbare oder die UV-Strahlung Netzhautschäden hervorrufen können, müsste man schon mehr als zwei Stunden lang direkt in den Scheinwerfer starren.

Bestätigt wurde hingegen, was die Betroffenen ohnehin wussten: Xenonscheinwerfer blenden auch junge und gesunde Augen stark und nachhaltig. Zudem tritt an der Hell-Dunkel-Grenze ein für den Betrachter irritierendes Farbspiel auf, und der Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug wird so intensiv ausgeleuchtet, dass bei nasser Fahrbahn eine zusätzliche Blendung des Gegenverkehrs durch Reflexion erfolgt.

Alle genannten Effekte sind allerdings kein Lampen-, sondern ein Scheinwerferproblem und lassen sich durch technische Maßnahmen beziehungsweise andere Scheinwerferbauformen leicht unterbinden. Die Industrie zeigt sich durchaus kooperativ und hat beispielsweise „intelligente“ Scheinwerfersysteme entwickelt, die die Beleuchtung an die Fahrsituation anpassen. Auch wurde der anfängliche Miniaturisierungswettlauf gestoppt, denn je kleiner die Lichtaustrittsfläche ist, desto höher ist die Leuchtdichte und desto stärker die Blendwirkung (bei den so genannten Linsenscheinwerfern genügen geringe Bodenunebenheiten und der Gegenverkehr wird mit einem dermaßen gebündelten Lichtstrahl bedacht, dass ihm zwar nicht das Hören, aber das Sehen vergeht).

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